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Die entsprechenden Verträge unterzeichneten gestern Landrat Walter Schneider und Vertreter des Verkehrsunternehmens-Verbundes Mainfranken Gmb H (VVM) und der Nahverkehr Würzburg Mainfranken Gmb H (NWM). Mit der Unterzeichnung der Verträge, zu der die VVM-Geschäftsführer Paul Lehmann und Josef Cichon sowie die NWM-Geschäftsführer Dominik Stiller und Günter Rauh ins Neustädter Landratsamt gekommen waren, werden in erster Linie die Bahnhöfe Uffenheim und Markt Bibart in den Verkehrsunternehmensverbund Mainfranken integriert. Dort werden auch bis zum Jahreswechsel die Fahrkartenautomaten so umgerüstet, dass die Fahrgäste dort die gewünschten Tickets, ähnlich wie vom Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) her gewohnt, lösen können.
Die Einbindung des westlichen Landkreises in den öffentlichen Nahverkehr in den Landkreisen Würzburg und Kitzingen beschränkt sich jedoch nicht auf Uffenheim und Markt Bibart. Mit aufgenommen sind auch die vorgeschalteten Buslinien, die die beiden Bahnhöfe ansteuern. Das heißt nicht nur von Bad Windsheim gibt es via Uffenheim künftig einen Fahrschein, der auch in den Straßenbahnen und Bussen in Würzburg Gültigkeit hat, das gleiche gilt beispielsweise für Fahrgäste, die in Scheinfeld in den Bus nach Markt Bibart steigen, um von dort aus mit der Bahn weiter an den Main zu fahren. Gültigkeit haben diese Fahrscheine natürlich auch in der Stadt und im Landkreis Kitzingen.
Von den Vorteilen dieser besseren Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr im Raum Würzburg gaben sich auch die stellvertretenden Bürgermeister Ewald Geißendörfer (Uffenheim) und Klaus Nölp (Markt Bibart) überzeugt. So hofft man, dass in Würzburg Studierende oder Arbeitende das neue Angebot nutzen und in ihrer Heimatgemeinde wohnen bleiben. Nicht zuletzt erhofft man sich mit der Kooperation einen Aufschwung im Freizeitbereich, da im Gegenzug für Tagesausflügler aus dem Raum Würzburg der westliche Landkreis leichter erreichbar ist.
Für die Fahrgäste zahlt sich der VVM in barer Münze aus. Kostete bisher die Fahrt von Uffenheim nach Würzburg und wieder zurück 17,60 Euro, so sind es künftig 12,35 Euro. Dazu kommt die kostenfreie Benutzung von Straßenbahn und der innerstädtischen Bussen. Bei der Vertragsunterzeichnung erinnerte Landrat Walter Schneider daran, dass der Wunsch der Anbindung nach Würzburg schon 1997, als die Bahnhöfe Markt Bibart und Uffenheim in den VGN integriert wurden, im westlichen Landkreis gefordert wurde. Dieses Ziel rückte allerdings erst mit der Gründung des VVM im Februar 2009 in greifbare Nähe. Schon im November 2008 hatte die Verwaltung vom Kreistag den Auftrag erhalten, dies in die Wege zu leiten. Bereits im März 2009 hatten der Stadtrat Uffenheim und der Gemeinderat Markt Bibart dem Vorhaben zugestimmt. Zahllose Gespräche mit den beteiligten Verkehrsunternehmen, aber auch in den Landkreisverwaltungen und in den beiden beteiligten Regierungen folgten, um das Ganze zum Abschluss zu bringen.

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