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Halloween-Skelett im Garten erregt Unmut beim Nachbarn

Familie in Gallmersgarten verziert Grundstück mit gruseligem Accessoire - 14.10.2016 09:25 Uhr

Ist das noch lustig oder muss das weg? Das Halloween-Skelett in einem Vorgarten ist gerade Gesprächsthema in Gallmersgarten. © Patrick Dietmar


Patrick Dietmar mag Halloween, den Brauch, in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November von Tür zu Tür zu gehen und "Süßes, sonst gibt's Saures" einzufordern. In einem Discounter in Würzburg entdeckt er das Skelett und greift spontan zu. Seit einiger Zeit ziert es nun den Rasen neben der Garageneinfahrt des 26-Jährigen.

Der Nachbar gegenüber in der 700-Einwohner-Gemeinde Gallmersgarten (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) fällt aus allen Wolken, als er das Grusel-Skelett aus dem Boden kriechen sieht. Seine Enkel würden sich vor dem Skelett gruseln und überhaupt sei das geschmacklos, soll der Nachbar sich bei Dietmars Oma beschwert haben. Die Oma des 26-Jährigen gibt die Beschwerde weiter - mit dem Zusatz: "Bevor's Ärger gibt, stell's lieber weg." Denn der Nachbar droht mit der Polizei und macht Fotos von dem Gerippe.

Patrick Dietmar ist verunsichert und ruft daraufhin bei der Polizei an. "Sie versicherten mir, dass der Nachbar keine Anzeige erstatten kann." Das Skelett stehe bzw. liege ja auf Privatgrund. Solange Objekte nicht hetzerisch sind, Lärm erzeugen oder eine Baugenehmigung bedürfen, kann jeder Grundstücksbesitzer seiner Fantasie in der Gartengestaltung freien Lauf lassen.

Dietmar ist beruhigt. Doch will er sicher gehen, dass sich nicht noch mehr Leute an seiner Halloween-Verzierung stören. Er befragt die anderen Nachbarn - insbesondere die mit Kindern. "Aber die fanden es alle cool oder haben sich nicht weiter dran gestört." Und auch sein fünfjähriger Bruder findet das Skelett alles andere als geschmacklos und gruselig. Im Internet postet Dietmar ebenfalls ein Foto des Skeletts und fragt nach: Wer stört sich an diesem Skelett? Die meisten Nutzer antworteten ihm, dass sie sich nicht an seiner Halloween-Dekoration stoßen.

Der Nachbar muss jetzt wohl oder übel in den sauren Apfel beißen - bis der Spuk nach Halloween vorbei ist. Denn dann weicht das Skelett auf Dietmars Grundstück einem konventionellen Weihnachtsmann mit Rentieren. Nächstes Jahr zu Halloween überlegt der 26-Jährige allerdings zu expandieren - dann soll das aus dem Boden kriechende Skelett von einem Sensenmann empfangen werden. 

wik

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