Dienstag, 13.11.2018

|

zum Thema

Heiß und leidenschaftlich: So war der Weinturm-Freitag

Veranstalter sprechen von entspanntem Start - Me & Reas spielen zum Auftakt - 04.08.2018 13:57 Uhr

Ninjas, Totenkopfmasken, Clowngeschminkte und rote Instrumente: Slamboree waren der Knaller-Act des Freitags. © Stefan Blank


Los ging es mit dem Nürnberger Indie-Pop-Quintett Me & Reas, die auf der Bühne mindestens genauso schwitzten wie die tanzwütigen Weintürme auf dem verbrannten, ehemals nach Rasen aussehenden Tanz-Feld vor der Bühne. Die Organisatoren bewässerten die gelb-graue Steppenlandschaft vor der Bühne extra nochmal, sodass immerhin keine Funken auf dem Parkett sprühten, obwohl sich viele Dutzend es nicht nehmen ließen, doch abzutanzen. Typischer Festival-Geruch inklusive, der sich mit dem für den Weinturm bekannten Dinnele-Duft mischte. In jedem Fall ein gelungener Start.

Weiter ging es gleich auf der Kleinturmbühne, wo die Lokalmatadoren von den Dazy Nerds aus Bad Windsheim nicht nur ihre treuen Fans anlockten. Mit viel Gefühl, aber auch rockigen Elementen begeisterten sie die Zuschauer so sehr, dass es sich schnell rumsprach und beim zweiten Set zirka eine Stunde später eine ganze Herde sich von der Hauptbühne Richtung westlichen Festival-Bezirk in Bewegung setzten.

Bilderstrecke zum Thema

Weinturm-Open-Air macht Bad Windsheim zur Partyzone

Das Weinturm-Open-Air in Bad Windsheim erlebt 2018 bereits seine 41. Auflage und zieht am Wochenende tausende von Besuchern an. Mit der Band Me & Reas und den Dazy Nerds als Lokalmatadore startete das Festival am Freitag. Die ersten Bilder!


Griot Blues übernahmen und der Name war Programm. Genau richtig, um reinzukommen in das Weinturm Flair - chillig, voller Lebensfreude und entspanntes Zuhören und Mitschwingen in der Abendsonne. Jett Rebel lockerten dann die Hüften so richtig. Eine Mischung aus Elvis, Boyband-Style und Rock. Die Arme gingen in die Luft und das Publikum wurde einbezogen und in einen Bann gezogen. Starke Vorstellung von den Jungs aus den Niederlanden.

Für die Abrundung auf der Kleinturmbühne sorgten Opal Ocean und für die, die ganz am Ende nicht genug bekommen konnten, Strabande. Doch zuvor ging es auf der Hauptbühne mit einer sehr interessanten Gruppe aus Simbabwe. Die Mokoomba-Jungs kennen sich aus einem Township am Fuße der Victoriafälle und nun sind sie schon durch 40 Länder getourt und nun eben auf dem Weinturm angelangt. Das Tanzvolk saugte die Rhythmen auf und auch diejenigen, die erst nach dem Arbeitstag kamen, konnten auf ihrer Decke den Afrikanern lauschen und die Atmosphäre genießen.

Und dann hatte Chef-Bandbucher Michael Beigel noch einen Knaller im Jutesack: Richtig flippig-skuril wurde es mit Slamboree. Angekündigt wurden sie so: "Also wir hatten ja schon einige abgefahrene Truppen bei uns, aber wir trauen uns zu sagen, wir hatten sicher noch keine wie diese." Ehrlich? Ja. Was die auf der Bühne veranstalteten, hätte auch als Stummtheater-Performance Eindruck schinden können. Doch Stimmung machten die Engländer ja auch noch reichlich. Ninjas, Totenkopfmasken, Clowngeschminkte und rote Instrumente - und dazu die Bandleaderin als "sprachliche Schlangenbeschwörerin".

  

wz

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Bad Windsheim