Sonntag, 18.11.2018

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In Ipsheim bleibt kaum Zeit zum Durchschnaufen

Der Weinberglauf gibt sich idyllisch, verlangt aber den Läufern alles ab - 08.09.2018 21:46 Uhr

Zunächst geht es noch im Pulk unterhalb der Weinberge entlang. © Waltraud Rohr


Ein Unterfangen, das eine Handvoll der Anwesenden, seit der Premiere des Weinberglaufs alljährlich hinter sich gebracht haben. Und auch dieses Mal sollte alles reibungslos über die Bühne gehen. Dabei kann Ernst Ripka auf ein bewährtes Helferteam aus "seinem" TSV Ipsheim vertrauen. "Ohne die Hilfe und Unterstützung von vielen, wäre die Veranstaltung nicht möglich", sagte der Chef-Organistor in seiner kurzen Rede, ehe er die Teillnehmerinnen und Teilnehmer des Hauptlaufs auf die 5,8 Kilometer lange Strecke schickte.

Tatsächlich halten dem Weinberglauf viele der Sponsoren seit Jahren die Treue. Ein Grund, warum trotz des niedrigen Startgelds für jeden Läufer in den Startunterlagen ein Funktionsshirt beiliegt. Aber auch ansonsten umsorgen die Ipsheimer, die Läufergemeinde mit allerlei Annehmlicheiten. Von den Versorgungsständen an der Strecke über einen Urkundenservice mit einem Bild vom Zieleinlauf bis hin zur Siegerehrung am Bewirtungshaus: Ernst Ripka hat den Ehrgeiz, dass alles wie am Schnürchen klappt. "Ich organisiere tatsächlich gern", gibt er unumwunden zu und wenn am Samstag der Abbau beendet ist, beginnen bei ihm schon die Planungen für den nächsten Weinberglauf.

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Atemlos durch die Ipsheimer Weinberge

Unter idealen Bedingungen ging der 19. Weinberglauf in Ipsheim über die Bühne. Für die über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hieß es allerdings zunächst einige Höhenmeter zu bewältigen, ehe man den Blick in die Windsheimer Bucht genießen konnte.


Einzig die leicht rückläufigen Anmeldezahlen sin ein kleiner Wermutstropfen in der ansonsten makellosen Erfolgsbilanz des Weinbergslauf. Dieser Trend trifft derzeit die gesamte Laufszene, nicht zuletzt, weil die Zahl der Veranstaltungen eher zu- als abgenommen hat. Dennoch waren es auch dieses Mal über 300 angemeldete Starter, die entweder beim Schüler-, Hobby- oder Hauptlauf in Richtung Burg Hoheneck strebten.

Die 1200 Meter bei den Schülern bewältigte Jonathan Reichart von Arriba Göppersdorf als Schnellster, die für den TSV Ipsheim startende Ickelheimerin Sina Krebelder spurtete auf Rang vier und war damit die Zweitschnellste Schülerin und wurde nur von der ein Jahr älteren Mia Engel vom TV Bad Brückenau geschlagen. 

Ein deutliches Ausrufezeichen setzte Bad Windsheims Bürgermeister Bernhard Kisch, der den 2400 Meter langen Hobbylauf auf dem zweiten Platz beendete. Hier hatte Stefan Schwager vom TSV Ansbach die Nase vorn. Den dritten Rang in der Gesamtwertung holte sich Philipp Dingfelder vom TSV Ipsheim.

Die "Königsdisziplin", den 5,8 Kilometer langen Hauptlauf bei dem rund 100 Höhenmeter überwunden werden müssen, entschied Brian Weisheit vom LSC Höchstadt/Aisch in 20:49 Minuten für sich. 15 Sekunden später lief Sven Starklauf vom DJK SC Vorra ins Ziel. Ein starkes Rennen lieferte Michael Kuhr vom TSV Ipsheim und sicherte in 21:46 Minuten den vierten Platz in der Gesamtwertung. 

Für die meisten der Weinbergsläuferinnen und -läufer steht allerdings nicht unbedingt die persönliche Bestleistung im Vordergrund. Die Strecke bietet ihrem bergauf und bergab reichlich Abwechslung und wem es trotz aller Anstrengung gelingt, den Blick an und an in die Lanschschaft schweigen zu lassen, wird mit einem idyllischen Blick in die Windsheimer Bucht entlohnt. Das viele der Teilnehmer auch im kommenden Jahr wieder in Ipsheim an den Start gehen, gilt aus ausgemacht. Völlig unabhängig davon, welche Überraschungen dann Ernst Ripka in petto hat. 

Zu den Ergebnissen des 19. Ipsheimer Weinbergslaufs 

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