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Jugendtreff Schneiderscheune nimmt Gestalt an

Wand fiel Laserschneider zum Opfer - Fab-Lab Einweihung Mitte Februar - 28.01.2018 18:37 Uhr

Mithilfe eines Paletten-Unterbaus kann der Teleskoplader den Lasercutter in den ersten Stock heben. © Joshua Kirsch


"Die Lieferanten haben uns dringend davon abgeraten, es auseinanderzunehmen", erzählt Joshua Kirsch vom Fab-Lab-Team auf Nachfrage der Windsheimer Zeitung. Vor allem, wenn nur eine einzige Wand dazwischen sei. Das bedeutete also: Die Wand muss raus. "Ich hatte erst sehr starke Zweifel", erinnert sich Kirsch. Vom Architekturbüro Reeg bekamen die Verantwortlichen jedoch die Nachricht, dass die Wand tragend sei und deshalb nicht ausgebaut werden dürfe. Nach weiteren Gesprächen und mithilfe zweier Stahlträger war es doch möglich. "Zwei Wochen stand der Lasercutter unten", sagt Kirsch, es sei schon gewitzelt worden, ob dieser jemals seinen geplanten Standort erreichen werde.

Schwierigkeiten beim Transport

Tatsächlich wusste das Team nicht recht, wie es das Gerät nach oben bekommen sollte. 560 Kilogramm wiegt es laut Lieferfirma, 350 Kilogramm laut chinesischem Hersteller. "Die müssen aber auch den Versand mit dem Schiff bezahlen", meint Kirsch und lacht, möglicherweise werde da beim der Gewichtsangabe getrickst.

Rettung kam durch Thomas Weber, der über Bekanntschaften im Fab-Lab-Team hinzugezogen wurde. Mit einem Teleskoplader hob Weber den Laserschneider in den ersten Stock – die Stufen im Erdgeschoss hatte man mit Paletten so unterbaut, dass der Lader möglichst weit nach vorne fahren konnte. "Das Ding war innerhalb von zehn Minuten oben", erzählt Kirsch. Der Rest war einfach: Der Lasercutter hat vier Rollen und konnte an seinen Platz geschoben werden.

Am Freitag, 16. Februar, findet ab 14 Uhr im Fab-Lab die Einweihung des besagten Lasercutters statt. Der hochwertige Industrie-Laser ermöglicht das Schneiden und Gravieren von Holz, verschiedenen Kunststoffen und Textilien bis hin zu Edelstahl.

Mit dem aus der Leader-Förderung finanzierten 150-Watt-Laserschneider ist die Basisausstattung komplett, sodass alle Workshops und Seminare, die bereits in den Startlöchern stehen, durchgeführt werden können. An diesem Tag stehen den Gästen alle Geräte – vom 3D-Drucker bis zur T-Shirt-Presse – und viele Fachleute zur Verfügung: Alles kann und soll genau unter die Lupe genommen werden.  

Nico Christgau

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