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Dass der Anbau kommt, stand für alle Beteiligten außer Frage, stellt doch die derzeitige Unterbringung der unter Dreijährigen im Evangelischen Gemeindezentrum nur eine Übergangslösung dar. Diese resultiert aus der Schließung des Kindergartens Pusteblume.
Der Bedarf an Krippenplätzen in Obernzenn steigt, wie die aktuellen Zahlen belegen: Die Krippe im Gemeindezentrum ist voll; ein Dutzend weiterer Eltern wartet darauf, einen der begehrten Plätze zu ergattern.
Nach Abschluss der Baumaßnahmen dürften somit die zwei an den Kindergarten angebauten Gruppenräume voll belegt sein – und das, obwohl bereits fünf Kinder aus dem Gemeindegebiet in auswärtigen Krippen – drei in Neuhof/Zenn sowie je eines in Bad Windsheim und Ergersheim – untergebracht sind.
Blickt man auf die Finanzierung des 217 Quadratmeter großen Anbaus, zeigt sich, dass die Planer von Kosten in Höhe von zirka 643.000 Euro ausgehen. Rund die Hälfte der benötigten Mittel, 322.900 Euro, gibt es, ganz gleich wie hoch die Bausumme ausfallen wird, an Zuschüssen. Der Eigenanteil der Gemeinde ist zunächst mit rund 320.900 Euro eingeplant, sollte sich jedoch bei optimalem Verlauf der Baumaßnahme, bei rund 180.000 Euro einpendeln.
Die finanziellen Konsequenzen aus dem Anbau liegen auf der Hand: Es wird eine zusätzliche Kreditaufnahme in Höhe von rund 300.000 Euro auf den Gemeindehaushalt zukommen. Der Schuldenstand Obernzenns wird sich kurzfristig auf zirka 1,4 Millionen Euro erhöhen. Allerdings können im Verlauf des Jahres 2013 auch Schulden getilgt werden, da den Bürgern rund 900.000 Euro der neu verlegten Fernwasserleitung in Rechnung gestellt werden.
Bürgermeister Helmut Weiß ist zuversichtlich, dass die Baumaßnahme zum einen, wie beabsichtigt, zeitlich umgesetzt werden kann, zum anderen aber auch, dass die zugesicherten Gelder fließen und der Haushalt somit der zusätzlichen Belastung gewachsen sein wird. Optimistisch betrachtet und mit einigen Haushaltsumschichtungen, müsste der finanzielle Kraftakt, zumindest aus der Sicht von Weiß zu meistern sein. Offen bleibt die Frage, wie lange der Anbau vorfinanziert werden muss. „Denn das Finanzierungsrisiko trägt allein die Gemeinde“, sagte die geschäftsführende Beamtin der Gemeinde, Heike Greiner.

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