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Freitag, 22.06.2018

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Landwirte sind der Bürokratie überdrüssig

Christa Götz stellte den Ortsbäuerinnen Bildungsprogramm vor - 07.09.2010 08:00 Uhr

„Weniger Bürokratie“ – diesen dringenden Wunsch der Landfrauen an die Politik gaben Kreisbäuerin Christa Götz (Mitte) und ihre Stellvertreterin Marga Reindler (links) der Ab­geordneten Marlene Mortler mit auf den Weg nach Berlin. © Glanz


An den Anfang ihres Grußwortes hatte Marlene Mortler Erfahrungen aus dem eigenen landwirtschaft­lichen Betrieb gestellt. So nahm sie die Wetterkapriolen der vergange­nen Monate zum Anlass, an den bayerischen Landwirtschaftsminis­ter Helmut Brunner zu appellieren, sich für eine Unterstützung der Landwirtschaft einzusetzen. Insbe­sondere Betriebe, die am Programm für mehrgliedrige Fruchtfolge teil­nehmen, haben derzeit Probleme mit dem Einhalten ihrer Anbaupla­nung. Hier plädierte Marlene Mort­ler für eine großzügige Handhabung der Vorgaben bei Engpässen von einzelnen Höfen.

  Die anwesenden Ortsbäuerinnen rief sie dazu auf, die Angebote in den Bereichen Kuren und Erhoh­lung verstärkt zu nutzen und an die eigene Gesundheit zu denken.
  Ralf Winter, Vorstandsmitglied der VR-Bank Uffenheim-Neustadt bemängelte, dass in der Diskussion die Landwirtschaft allzu häufig nur auf Subventionen und Idylle redu­ziert
wird. Die Bedeutung für die Volkswirtschaft werde dabei meist unterschätzt. Für die Landwirte for­derte er eine faire Preisgestaltung durch den Handel.

  Auch Hermann Döppert als Ver­treter der Sparkassen im Landkeis ging auf die langjährige, gute Zu­sammenarbeit mit der hiesigen Landwirtschaft ein. Für den 1. Ok­tober in Neustadt kündigte er einen von der Sparkasse veranstalteten Informationsabend an, zu dem auch der bayerische Landwirtschaftsmi­nister Helmut Brunner kommen wird. Zudem verwies er auf die von seinem Institut gesponsorten Tages­ausflüge für Landfrauen. In Pla­nung ist erstmals der Besuch einer Blattgoldschlägerei in Schwabach.

  Das umfangreiche Programm der Erwachsenenbildung für das kom­mende Winterhalbjahr stellte Chris­ta Götz ihren Kolleginnen in den Dörfern des Landkreises vor. Neben bewährten Veranstaltungen konn­ten zahlreiche neue Referenten ge­wonnen und Themenbereiche neu aufgenommen oder ergänzt werden. „Menschenwürdig leben bis zuletzt – Lebenshilfe statt Sterbehilfe“ fin­det sich hier ebenso wie die heiteren und kuriosen Anekdoten von Poli­zeihauptkommissar Hartmut Frie­se, dem „Franken-Cop“, oder „Mär­chen und Wein“, wo die Besucher ei­nen guten Tropfen genießen und da­bei einer versierten Erzählerin lau­schen können. Vorträge von Apo­thekern oder auch Heilpraktikern bis hin zu Kochvorführungen, Werk­kursen und Ausflugsangeboten run­den die umfangreichen Angebote zur Erwachsenenbildung ab.

  Dazu wartete Werner Tyrach als Geschäftsstellenleiter des BBV in Neustadt mit imposanten Zahlen auf. Bayernweit lag der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim mit über 10.000 Teilnehmern bei 369 Ver­anstaltungen des letztjährigen Win­terprogramms an der Spitze. 

gla

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