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Donnerstag, 20.09.2018

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Lebenshilfe feiert Jubiläum mit großem Sommerfest

50 Jahre Unterstützung in allen Lebenslagen - Verein zählt 270 Mitglieder - 16.07.2018 21:24 Uhr

Der Chor der Franziskus-Schule eröffnet und umrahmt mit fröhlichen Liedern die Festveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der Lebenshilfe im Landkreis. © Foto: Fritz Arnold


Der Bundestagsabgeordnete Christian Schmidt erinnerte in seiner Festrede anlässlich des Festaktes zum 50-jährigen Bestehen an die Anfänge mit einer Tagesstätte mit Kindergarten in Stübach, dort wurden zwölf geistig behinderte Kinder auf Drängen einer Elterninitiative betreut. Bald kamen mehr und mehr Einrichtungen dazu und die Lebenshilfe entwickelte sich zu einem Sozialunternehmen, in dem heute von 250 Mitarbeitern rund 1000 Menschen betreut werden. Der Jahresetat beläuft sich auf knapp 13 Millionen Euro.

Mittlerweile umfasst die Lebenshilfe zwei Wohnstätten in Bad Windsheim und eine in Scheinfeld, ein Frühförderzentrum in Bad Windsheim mit Außenstellen in Neustadt und Uffenheim, als schulvorbereitende Einrichtung die Franziskus-Schule in Bad Windsheim mit Kindergarten, die Heilpädagogische Tagesstätte sowie die Offenen Hilfen. Darüber hinaus bietet die Lebenshilfe Assistenz beim Wohnen und eine Tagesbetreuung für erwachsene Menschen mit Behinderung nach dem Erwerbsleben, die im 2017 eingeweihten Neubau der Geschäftsstelle am Max-Reger-Weg in Bad Windsheim untergebracht ist. Dort fand gestern auch der Festakt statt.

Verein mit 270 Mitgliedern

Gleichzeitig ist die Lebenshilfe Eigentümer der Werkstätten in Lenkersheim. Der eingetragene Verein der Lebenshilfe im Kreis zählt derzeit 270 Mitglieder. Der Einzugsbereich reicht von Rothenburg bis Wilhermsdorf im Landkreis Fürth sowie Scheinfeld und darüber hinaus. Die Altersgruppen, denen Hilfe zuteil wird, reicht von Kleinkindern bis hin zu Senioren.

Als prominente Gäste würdigten Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer, Landrat Helmut Weiß, Bürgermeister Bernhard Kisch und Bezirksrat Ronald Reichenberg die Einrichtung. Christian Schmidt ging neben der Aufbauarbeit darauf ein, dass heute die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen der Gesellschaft fest verankert sei und auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde. Er erinnerte daran, dass schon im September 2011 die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention veröffentlichte. Konkrete Ziele für die Inklusion seien zum Beispiel, dass junge Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Kindergärten und Schulen besuchen. In diesem Zusammenhang verwies Christian Schmidt auch auf die Bemühungen und die Förderprogramme zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Der Politiker dankte zudem als Stiftungsratsvorsitzender dem langjährigen Lebenshilfe-Geschäftsführer Günther Ostertag, dem mittlerweile Werner Mönikheim nachgefolgt ist.

Offener Umgang

Als Vorsitzender der Lebenshilfe im Kreis hieß Landtagsabgeordneter Hans Herold besonders den ehemaligen Vorsitzenden und Landrat Robert Pfeiffer willkommen. Bad Windsheims Bürgermeister Bernhard Kisch zeigte sich dankbar, dass hier so viel für die Behinderten getan werde und überreichte einen Gutschein für einen Baum. Landrat Helmut Weiß wies darauf hin, dass der Umgang der Gesellschaft mit Behinderten glücklicherweise viel offener geworden sei und ihnen mehr Wertschätzung entgegengebracht werde. Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer und Bezirksrat Ronald Reichenberg meinten, dass gute Gründe dafür bestünden, mit Freude und Stolz zurückzuschauen. Denn es werde hier eine breite Palette von Hilfen geleistet und in beeindruckender Weise verlässlich gearbeitet.

Nach dem offiziellen Teil im Eingangsbereich der Geschäftsstelle ging es nach draußen. Im Außenbereich der Franziskus-Schule fand das traditionelle Sommerfest der Lebenshilfe statt, das zum Jubiläum besonders viel Anklang fand. Zahlreiche Spielstationen waren aufgebaut und die Kinder hatten viel Spaß: Es gab eine Hüpfburg, Tischhockey, Ponyreiten und vieles mehr. 

Fritz Arnold

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