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Lob von Söder und Co: Große Ehre für Christian Schmidt

Bundeslandwirtschaftsminister erhält "großes Goldenes Ehrenzeichen am Bande" - 27.08.2017 14:20 Uhr

Sein Amtskollege Andrä Rupprechter (r.) steckte Bundesagrarminister Christian Schmidt das "große Goldene Ehrenzeichen am Bande" Österreichs bei einem "Staatsakt" im Sitzungssaal des Obernzenner Rathauses an. © Harald Munzinger


Er betonte dabei Schmidts souveräne Rolle in der europäischen Agrarpolitik, in der er bei den wichtigen globalen Themen vorangehe und den Kurs angebe, sowie die seit vier Jahren stets enge und verlässliche Zusammenarbeit auf Minister- wie auf der Verwaltungsebene als "gelebte Partnerschaft". Man habe schwierige Zeiten zu überwinden gehabt und gemeinsam eine Marktentlastung bewirken können. Rupprechter unterstrich neben dem "fachlich guten Draht" auch die freundschaftlichen Verbindungen mit Christian Schmidt, der spürbar "mit Spaß und Freude für den ländlichen Raum und die bäuerlichen Betriebe" wirke, "am Stein und Feld arbeitet, da mit großen Sprüchen nichts zu machen ist".

Zur hohen Auszeichnung beglückwünschte der dänische Agrarminister den Kollegen Schmidt, dem an der Spitze zahlloser Gratulanten Kommissionspräsident Jean Claude Juncker telefonisch die Glückwünsche zum 60. Geburtstag aussprach. Eine weitere hohe Ehre aus dem Nachbarland wurde Christian Schmidt mit der Verleihung der Schützenscheibe mit seinem Portrait zuteil, wozu die Fahnenabordnung der Österreichischen Schützen anreist war. Örtliche Vereine würdigten Schmidts enge Verbundenheit zur Heimat mit Präsenten, die der Musikverein Obernzenn vor dem Rathaus mit einem Standkonzert würdigte.

Erinnerung an großartigen Zusammenhalt

Bei dieser Gelegenheit hob Schmidt den ausgeprägten Gemeinschaftsgeist und den Zusammenhalt in seinem Heimatort heraus, was bei der Hochwasserkatastrophe vor einem Jahr beispielhaft bewiesen worden sei. Daran und an die erfahrene unbürokratische Hilfe soll eine Gedenktafel erinnern, für die Christian Schmidt eine Spende zusagte.

Die Feierlichkeiten hatten "im kleinen Kreis" im Garten des "Blauen Obernzenner Schlosses" begonnen, wobei Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg angesichts der dicht gedrängten Gratulantenschar mit einem "leichten Schleier" über der bei Schmidt bewunderten Bescheidenheit "die Definition etwas verschoben" sah. Er schätzte Schmidts "essentielle Aussagen egal zu welchem Thema" und sein "durch und durch nettes und liebevolles Wesen, das im politischen Getriebe äußerst rar" sei. Nach ersten Begegnungen, aus denen sich eine wunderbare Freundschaft entwickelte, habe er sich bei Schmidts großem Talent gefragt, warum er nicht schon höhere Weihen erfahren habe; die schließlich erfolgten, als man gemeinsam im Verteidigungsministerium wirkte, dessen Minister Franz Josef Jung ebenfalls neben vielen politischen Weggefährten unter den Festgästen weilte.

Lob von Herrmann und Söder

Ein feuerrotes Portrait übereichte Ministerpräsident Horst Seehofer (l.) seinem Stellvertreter an der CSU-Landesspitze, Christian Schmidt. © Harald Munzinger


Wie die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Gerda Hasselfeldt, machten beim offiziellen Geburtstagsempfang Ministerpräsident Horst Seehofer sowie die Staatsminister Joachim Herrmann und Dr. Markus Söder neben dessen fachlicher Kompetenz die herausragenden Charaktereigenschaften von Bundesminister Christian Schmidt aus. Sie würdigten ihn als Politiker mit Augenmaß, Leidenschaft, Verantwortungsgefühl, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit, schätzten ihn als Überzeugungstäter mit klaren aber "nie radikalen Positionen" und als "eines der ganz großen politischen Talente der Region", das "die ganze Palette der politischen Themen drauf hat", sowie als "großartigen Menschen“.

Seehofer bewunderte süffisant, wie es der "große Politiker" Schmidt so lange zwischen ihm und Bundeskanzlerin Merkel ausgehalten habe, und stellte fest, dass die meisten Fake News nicht aus Amerika und Russland, sondern aus Deutschland stammten, wie etwa – "von der ersten bis zur letzten Zeile" - seine mutmaßliche Kabinettsliste in einem großen Nachrichtenmagazin. Sollte diese nachdrückliche Versicherung gegenüber Schmidt etwa ein Indiz gewesen sein, dass er "vergessen" worden war, sah man sich unter den Gästen ratlos an.

Betont wurde Schmidts beharrlicher Einsatz für Franken, seine enge Verbundenheit zum ländlichen Raum, für den er sich stets tatkräftig einsetze, sowie das engagiert vertretene evangelische Element. Das sollte auch bei einer Andacht in der Obernzenner St. Getraudskirche zum Ausdruck kommen - nach dem fulminanten Auftakt und dem Festabend mit großem Büfett "in der Mitte der Feierlichkeiten", wie es Regionalbischof a. D. Christian Schmidt herausstellte. In jener Kirche, in denen Schmidt getauft und konfirmiert worden war und seine Verantwortung mitgenommen hatte, "die Welt immer ein bisschen zum Guten zu verändern" und "im Glauben dem Nächsten liebevoll zu dienen".

Bauern stehen hinter dem Minister

Viel Anerkennung erfuhr Christian Schmidt im Kreis seiner bewunderten Familie in vier Generationen nicht nur von politischer Seite, sondern auch vom Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied. Der versicherte den Agrarminister, die Bauern hinter sich wissen zu können und auch in Brüssel sehr geschätzt zu sein. Im ländlichen Raum aufgewachsen, kenne er die Belange und Bedürfnisse der Bauern. Ruckwied gratulierte im Namen des ländlichen Raumes und der bäuerlichen Familien einem Minister, "dessen Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit ein wichtiges Gut im politischen Geschäft" seien, in dem man "auch gute Widersacher" brauche.

Dass man sich treu bleiben müsse, "auch wenn man mal in die Tischkante beißen muss", machte Christian Schmidt seine Einstellung deutlich, ausgerichtet darauf, Humanität und Recht gerade in einer Zeit Geltung zu verschaffen, in der Machtpolitik in Katastrophe und Elend zu führen drohten. Der Jubilar hob mit seinen Gästen nach dem von Moderatorin Babara Becker Glückwunschkanon das Glas "auf eine gute gemeinsame Zeit". Auf die stimmte "Harmonia Vocalis" in romantischer Schlosskulisse mit begeisternden Liedern ebenso ein, wie das Ensemble "Hauptstadtblech" am Abend in der "Zenngrundhalle".

In der zeigten sich Landrat Helmut Weiß und Bürgermeister Markus Heindel stolz auf den so reichlich gewürdigten Sohn der Gemeinde, der mit seinen renommierten Gästen aus Politik und Wirtschaft Oberzenn für ein paar Stunden in den Fokus der Weltöffentlichkeit und es auch für spätere Besuche empfahl. Staatssekretär Onko Aeikens überbrachte die Glückwünsche von über 7000 Mitarbeitern, die Schmidt als "engagierten, fordernden Minister" sowie "ehrliche und aufrichtige Person" schätzten. 

Harald J. Munzinger E-Mail

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