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Mit Volldampf geht´s in Ottenhofen über den Acker

"Bulldog dretzen" steigt am Samstag – Ausbetonierte Reifen und Baumstämme liegen bereit - 25.08.2017 13:24 Uhr

Schlepper müssen schwere Gewichte über den Acker ziehen. © WZ-Archiv


In diesem Jahr drücken jedoch nicht nur die jungen und junggebliebenen Landwirte auf die Gaspedale, sondern auch der Nachwuchs. Ehe es am Samstag, 26. August, um 17 Uhr mit den Rennen losgeht, können Kinder sich ab 15 Uhr beim Tretbulldog dretzen messen.

Entstanden ist das Traktor-Spektakel in dem Marktbergeler Ortsteil aus einer Kabbelei zwischen Freunden. "Das Genialste am Bulldog dretzen ist, dass es sich aus einer Idee am Stammtisch heraus entwickelt hat", sagt Thorsten Gall und lacht. Damals stachelten sich Martin Lawrenz und Michael Hardung gegenseitig an. Sie wollten wissen, wessen Schlepper der Stärkste ist. Die Geburtsstunde des ersten, noch privaten und inoffiziellen Dretzens.

Heute gibt es einen Verein, die Dieselfreunde Ottenhofen, dessen Vorsitzender Thorsten Gall ist, und am Wochenende geht die Veranstaltung in die dritte Runde. Im Vorjahr waren es 50 Teilnehmer, das Organisationsteam hält das aber noch für steigerbar. Man freue sich über jeden, der kommt, egal ob mit Schlepper, also als aktiver Motorsportler, oder als Zuschauer. "Anmeldungen sind bis kurz vor Schluss möglich", sagt Gall, der froh wäre, wenn heuer mehr telefonisch unter der Nummer 0171/ 750 40 66 ihr Kommen vorher ankündigen würden. "Die Tendenz ist aber klar, dass die meisten einfach hinfahren. Und für uns zählt natürlich: Hauptsache sie kommen."

Die Regeln sind einfach: Jeder Teilnehmer fährt alleine auf der etwa 500 Meter langen Strecke. Vorher stellt er seinen Schlepper vor und wird je nach Leistung und Größe in eine Klasse eingeteilt. "Es können alle mitmachen, von einem PS bis open end", sagt Thorsten Gall. Insgesamt gibt es zehn Klassen. Von der Einteilung ist es abhängig, wie viel Gewicht die Boliden drangehängt bekommen.

Es gibt kleine Baumstämme, deren Gewicht Gall auf etwa 500 Kilogramm schätzt, und große, die etwa 800 Kilogramm auf die Waage bringen. Für die großen und leistungsstarken Traktoren liegen ausbetonierte Reifen bereit. Variante eins mit 1400 Kilogramm und welche mit 3,5 Tonnen. In der Königsklasse müssen die Maschinen zwei der schweren Jungs über den Stoppelacker befördern, also sieben Tonnen. Die Tretbulldog-Klasse hat übrigens ihre ganz eigenen kleineren Baumstämme und es geht um Bonbons.

Bis die Show beginnen kann, ist noch einiges zu tun. Heute will das Team die Strecke aufbauen. Mit schwerem Gerät wird ein Lichtermast aufgestellt, um eine knisternde Atmosphäre für Flutlicht-Rennen zu schaffen. Morgen wird dann die Strecke eingefahren. "Jeder soll ja die gleichen Voraussetzungen haben", sagt Gall. Die Maschinen-Fest-Halle wird bestuhlt und auch die Moderatoren-Box muss noch aufgebaut werden.

Übrigens: Neben den "Dretz-Begeisterten" kommen auch noch Oldtimer-Interessierte auf ihre Kosten. Die Schlepperfreunde Oberer Zenngrund werden mit dabei sein und zeigen ihre Lieblinge ab 15 Uhr wie auch die Firma Hagra verschiedene landwirtschaftliche Geräte, Rasenmäher und Weiteres. Gegrilltes und Getränke, um die Kräfte zu stärken, sind freilich auch im Angebot, denn Bulldog dretzen ist ja schließlich eine anstrengende Angelegenheit. Für Mensch und Maschine. 

Stefan Blank

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