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Eingeladen hatte der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) dazu Notärzte, Ärzte und Rettungsdienstler. Mit teils drastischen Bildern verdeutlichte Dr. Ralf Herderich, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Bereich Ansbach, welche Folgen schnelle Einsatzfahrten haben können, wie die möglichst rasche Hilfe für Kranke oder Unfallopfer zur Gefahr für Arzt und Rettungsdienstmitarbeiter werden kann.
Dies könne passieren, wenn eine umsichtige Fahrweise dem sogenannten Blaulichtsyndrom untergeordnet wird. „Fahr langsam, denn wir haben es eilig“, zitierte Herderich aus einer Studie, die Einsatzfahrten mit Fahrten ohne Sonderrechte vergleicht. Wer mit Warnsignal unterwegs ist, hat so ein vierfach höheres Risiko, tödlich zu verunglücken. Acht mal so groß ist die Gefahr, schwer verletzt zu werden, um das 20-fache steigt das Risiko von Blechschäden.
Drei Viertel aller Unfälle passieren auf der Fahrt zum Patienten, meist tagsüber während des Berufsverkehrs innerhalb geschlossener Ortschaften. Fast zu zwei Dritteln sind davon Notarzt-Einsatzfahrzeuge betroffen, die schneller, kleiner und damit von anderen Verkehrsteilnehmern oft schlechter wahrgenommen werden. Mit einem dreiminütigen Film von verunglückten Einsatzfahrzeugen und einem eindrucksvollen Crashtest eines Rettungswagens zeigte Ralf Herderich, welch großem Risiko sich die Retter Tag für Tag aussetzen, um zu den Patienten zu gelangen.
Bereits vorab wurden die Ärzte und Rettungsdienstmitarbeiter über Fahrten mit sogenannten Sonder-Wegerecht belehrt. Dabei erfuhren die Fahrer der Einsatzfahrzeuge beispielsweise, dass trotz Einsatzfahrt das Überqueren von Bahnübergängen bei Rotlicht oder gar das Umfahren von Halbschranken verboten ist. Im Landkreis sind diese vor allem in der Kurstadt, in Burgbernheim oder seit Kurzem auch auf der Bundesstraße 470 bei Ipsheim zu finden. Zerstäuber für Medikamente Neuerungen, mit denen aufgrund des Qualitätmanagements innerhalb des BRK-Kreisverbandes alle Einsatzfahrzeuge ausgestattet sind, wurden während des Symposiums den Teilnehmern ebenfalls vorgestellt.
Darunter auch der sogenannte Mucosal Atomization Device (MAD). Er kann auf eine ganz normale Spritze aufgesetzt werden. Mithilfe dieses Zerstäubers können dann Medikamente als feiner Nebel in die Nase des Patienten gesprüht werden. Besonders bei Schwerstverletzten, wenn in der Kürze der Zeit kein venöser Zugang möglich erscheint, oder bei Einsätzen, bei denen Kinder betroffen sind, habe sich dieses neue Gerät bewährt, wurde erklärt. Nach weiteren Fachvorträgen wurden die Mediziner und Rettungsdienstmitarbeiter von der Schnelleinsatzgruppe des BRK kulinarisch versorgt.

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