Dienstag, 23.10.2018

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Sammelstelle für Gartenabfälle droht die Schließung

An der Oberntiefer Straße wird immer wieder anderer Müll abgeladen - 24.01.2018 21:49 Uhr

Neben Grüngut in viel zu großen Mengen wird regelmäßig allerlei Unrat bei den Containern an der Oberntiefer Straße abgeladen. © Claudia Lehner


Wiederholten Appellen zum Trotz werden rund um den Grüngutcontainer an der Oberntiefer Straße immer wieder Müllsäcke, Bauschutt und anderer Unrat abgelagert.

Nun droht Landrat Helmut Weiß mit Konsequenzen: Sollte die Vermüllung kein Ende nehmen, zieht er "in Erwägung, den Standplatz dauerhaft zu schließen", wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamts heißt.

Nicht nur die Ablagerung von Unrat sorgt bei den Verantwortlichen des Landratsamtes in Neustadt für Kopfschütteln, auch "die Unsitte, Grüngut in großen Mengen neben die teilweise fast noch leeren Container abzukippen". Grünabfälle, die das Volumen eines Kubikmeters überschreiten, dürfen sowieso nicht abgelagert werden. Hierfür stehe "der Kompostplatz in Illesheim in zumutbarer Entfernung zur Verfügung".

Immenser Arbeitsaufwand

Eine Folge des immer wieder an der Oberntiefer Straße zu beobachtenden Fehlverhaltens sei die, dass "der beauftragte Unternehmer das Grüngut regelmäßig erst in die Container verladen muss und damit ein immenser zusätzlicher Arbeits- und Kostenaufwand entsteht".

Dieser sei letztlich von der Gesamtheit der Gebührenzahler zu tragen. Selbst nach einer im Juni vergangenen Jahres von Ehrenamtlichen durchgeführten Säuberungsaktion sei der Platz "binnen kurzer Zeit wieder vermüllt" gewesen, schreibt das Landratsamt in seiner Pressemitteilung.

Hoffen auf Einsicht

Zwar gebe es gelegentlich auch Probleme an anderen Standorten im Landkreis, doch "in dieser Intensität nimmt der Platz schon eine Sonderstellung ein", sagt Peter Kreß, Leiter des Sachgebiets Abfallwirtschaft am Landratsamt, mit Blick auf die Oberntiefer Straße.

Eine Frist, nach deren Ablauf die Behörde den Platz schließe, nennt er nicht. Noch hofft Kreß auf Einsicht: "Wir wünschen uns, dass der Appell fruchtet, damit wir unser Serviceangebot aufrechterhalten können."

Eines aber sei auch klar, wie die Kreisbehörde deutlich macht: Dauerhaft könne "der Allgemeinheit der Gebührenzahler nicht zugemutet werden, für das Fehlverhalten einer Minderheit aufzukommen". 

Günter Blank

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