Sonntag, 18.11.2018

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SPD sieht in Bad Windsheim vieles im Argen

Stadtrats, Kreistags- und Bezirkstagspolitik stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung - 17.03.2018 16:52 Uhr

Wie geht es weiter mit dem Bad Windsheimer Bahnhof? Die SPD vermisst ein klares Konzept des Bürgermeisters. © Günter Blank


Oberth bemängelte, dass sich seit ein paar Jahren "nicht so ganz viel" ändert in Bad Windsheim. Als Beispiel nannte er den Bahnhof, dessen verfallenes Hauptgebäude die Stadt kaufen will. Allerdings: Ein Konzept zur Nutzung für diesen "ganz wichtigen Dreh- und Angelpunkt" gebe es seit Jahren nicht. Der Fraktionsvorsitzende kritisierte auch, dass die Stadträte zunehmend Neuigkeiten aus der Zeitung erfahren und vor vollendete Tatsachen gestellt würden, ohne am Findungsprozess beteiligt zu sein. Beispiel: Pläne über ein "Ärztehaus" am Kochbräu-Areal. "Das ist eigentlich nicht, was wir haben wollten." Oder: Sozialwohnungen und Raum für die Aischgründer Tafel in einem Gebäude im Südring. Aus seiner Sicht sollte man den gesamten Bereich "deutlich höherwertig entwickeln", schließlich ist es der "Einstieg ins Freilandmuseumsgelände".

Andererseits forderte Oberth auch mehr Mut von Bürgermeister Bernhard Kisch, in gewissen Dingen aktiver zu sein. Zum Beispiel beim Kochbräu-Areal, um da Bewegung reinzubringen. Kisch klopfe im Stadtrat oft nur Meinungen ab, ohne dass dann etwas passiert. Oder ihm fehlen die eigenen Ideen, wie nun auch etwa beim "Desaster" Demenz-Zentrum. Oberth: "Die Controller, die ausrechnen, was ein Quadratmeter kostet, führen jetzt das Regiment."

Reichenberg lobte, genau wie Oberth, das Verhalten von Landrat Helmut Weiß in der Causa Demenz-Zentrum. Weiß habe Bad Windsheim "vor großem Schaden bewahrt" und "sollte eigentlich die Ehrenmedaille der Stadt erhalten". Reichenberg betonte in seiner Rolle als Bezirksrat die großen Investitionen des Bezirks in den sozialen Bereich. Als Kreisrat hob er die Umstrukturierung von Berufs- und Wirtschaftsschule zum Beruflichen Schulzentrum hervor: "Dass will man nun entwickeln." Bei der Klinik in der Kurstadt ist man "auf einem sehr guten Weg". Drei neue Operationssäle seien geplant. Dinge wie diese stärkten den Standort Bad Windsheim.

Delegierte gewählt

Im weniger politischen Teil wurden Delegierte für die Europakonferenz im Unterbezirk Mittelfranken gewählt: Reichenberg, Dr. Wulf-Rüdiger Herzog und Siegfried Göttfert. Ortsvorsitzender Göttfert berichtete noch kurz über diverse Veranstaltungen wie den Politischen Aschermittwoch oder das immer besser laufende Schafkopfturnier. Ein Zuwachs von vier Mitgliedern hob den Stand auf nun 48 an. Kassiererin Ines Thoma vermeldete ein Plus von 1327 Euro im Jahr 2017 sowie einen Kontostand von 9095 Euro. Göttfert gab dann einen Ausblick auf die Landtags- und Bezirkstagswahlen in diesem Jahr sowie die Kommunalwahl 2020. Man wolle Wahlkampf betreiben, "aber wir haben ein Personalproblem". Er forderte mehr Unterstützung. 

bl

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