|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Fressen tut er nur, wenn niemand zusieht. Rund drei Wochen streunte der Mischlingsrüde in und um Bad Windsheim herum (wir berichteten). Jetzt gelang es Diane Kölbl, der Hundebeauftragten des Tierheims, mit fünf Freunden und vier Hunden das verwahrloste und verschreckte Tier einzufangen. Seit einer Woche hatte sie den Hund immer wieder an der selben Stelle zwischen Gräf und Kurpark gefüttert.
Das scheue Tier wagte sich jedoch erst zur Futterstelle, wenn niemand mehr zu sehen war. Zahlreiche Versuche des Tierschutzvereins, den Hund anzulocken, waren gescheitert. Am Sonntagmorgen trommelte Kölbl in einer „spontanen Aktion“ Freunde zusammen. Sie legten sich mit vier Hunden zwischen Gräf und Kurpark auf die Lauer. „Ich hab mir gesagt: Heute geh’ ich nicht ohne diesen Hund heim“, erzählt Kölbl. Es dauerte nicht lange und der Streuner ließ sich blicken. Vorsichtig gesellte er sich zu dem Hunderudel.
Besonders angetan war er von Chakira, einer Ridgeback-Hündin. Er spielte sogar mit ihr, sagt Kölbl. Zwei Stunden harrten die sechs Freunde in der Kälte auf dem Feld aus und ließen die Tiere toben. Sobald sich aber ein Mensch dem Mischling näherte, rannte er weg. Also entschloss sich das Sextett, ihn in einen Hinterhalt zu locken. Den Freunden gelang es, das Tier mit den Hunden in den „nächstbesten Garten“ am Hasengarn zu lotsen. Dort drängten sie es in eine Ecke und fingen es mit Leinen ein. Der Hund sträubte sich so, dass die Freunde zu kämpfen hatten, ihn ins Auto zu bekommen.
Mit einer Leine um den Hals und einer um den Bauch schafften sie es schließlich,ihn zu dritt in den Wagen zu hieven. Sie brachten ihn ins Tierheim. Dort will ihn Kölbl jetzt aufpeppeln und ihm beibringen, wieder Vertrauen zu Menschen aufzubauen.
Den Namen Ghost gab Kölbl dem Hund, weil er in den vergangenen Wochen immer wieder verschwunden und dann wieder aufgetaucht war, „wie ein Geist eben“. Gestern setzte sie sich eine halbe Stunde zu ihm in die Box. Er näherte sich nur langsam an und ließ sich sogar ein wenig von ihr streicheln.
Da Ghost ein Halsband trägt, vermutet die Hundepflegerin, dass er ausgesetzt wurde. Es verwundert, dass der Hund bei dieser Kälte so lange dort draußen überlebt hat. Kölbl vermutet, dass er in irgendwelchen Verschlägen oder Gartenhäuschen, die es dort draußen gibt, die Nächte verbracht hat.
Wer das Tier kennt und weiß wo es hingehört, soll sich unter der Telefonnummer 0152/06 37 76 35 im Hundehaus melden.

|