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Gemeinsinn wird in Ickelheim seit jeher hochgehalten, hinzu kamen anstehende Aufgaben und Probleme. Vorrangiges Ziel war nicht, zusätzlich zu den bestehenden 32 Vereinen und Gruppierungen eine weitere zu gründen, so Vorsitzender Norbert Machalett.
Vielmehr soll es darum gehen, Bestehendes besser zu verzahnen und die Entwicklung des Dorfes voranzubringen. Bisweilen genüge es schon, so Machalett, etwas anzustoßen: „Die Wege sind manchmal das Längste.“ Ein Beispiel ist die Breitbandinitiative für ein schnelleres Internet. Zu wenig ist den Ickelheimern geschehen, seit der Stadtrat im November 2011 seinen Grundsatzbeschluss gefasst hat, die Internet-Infrastruktur in allen Ortsteilen zu verbessern.
Beinahe ebenso wenig akzeptabel war für einige Bewohner, dass allein in Ickelheim drei Richtfunkantennen neu installiert werden sollten. Sie griffen zur Selbsthilfe und legten in Absprache mit dem Stadtbauamt eine Trasse fest, entlang der ein Leerrohr für Glasfaserleitungen verlegt werden kann. Vorfinanziert wird die 25.000 Euro teure Maßnahme durch den Verein, der dafür auf zinslose Darlehen seiner Mitglieder zurückgreift.
Als ersten Erfolg wertet der Vorstand, dass nun die Zusage der Stadt vorliegt, die Kosten nachträglich zu übernehmen. Ein weiterer ist, dass zumindest auf zwei Antennen verzichtet werden kann, erläuterte der stellvertretende Vorsitzende Uwe Nickel den zahlreichen Zuhörern bei einem Treffen am Samstagabend.
Mit einem weiteren Projekt will die Dorfgemeinschaft schnellstmöglich beginnen, denn der Einweihungstermin steht bereits: Am 14. Juli soll die Aufwertung und Umgestaltung des bisherigen Waaghäuschens auf dem Marktplatz in ein Buswartehäuschen gefeiert werden.
Mit den im Außenbereich geplanten Maßnahmen kann erst gestartet werden, wenn der Planungsausschuss das Vorhaben abgesegnet hat. Ortsteilbeauftragter Wilhelm Dehner hofft auf einen Beschluss bei der nächsten Sitzung. Im Inneren können die Ickelheimer schon einmal mit der Vorbereitung beginnen.
Nach dem Ausbau der Waage wird unter anderem ein neuer Boden verlegt und Sitzbänke werden eingebaut, Herzstück wird ein Bücherregal sein mit der Möglichkeit, sich Lektüre auszuleihen. Für mehr Licht im Inneren soll ein zusätzliches Fenster sorgen, auf dem Marktplatz werden zwei weitere Straßenlaternen montiert, um die Sicherheit für wartende Schulkinder zu erhöhen, erläuterte Norbert Machalett.
Das dritte Projekt stellte sein Stellvertreter Robert Binder vor, der sich des Obstbaumlandes im Südosten angenommen hat. Ende des 19. Jahrhunderts angelegt, erhielt damals jeder Haushalt eine Zeile Obstbäume. Inzwischen würden einige nach wie vor genutzt, andere seien „sehr naturnah“, sagte Binder.
Deshalb sollen Interessenten ohne Baumbestand und Besitzer von ungenutzten Baumzeilen zusammengebracht werden. Die Koordination hat maßgeblich der Obst- und Gartenbauverein übernommen, zusätzlich hat sich Robert Binder beim Landschaftspflegeverband informiert und eine Förderquelle aufgetan, um die zirka sieben Hektar große Fläche einer Sanierung zu unterziehen.
Gemeinsam ist den drei laufenden Projekten, dass sie in enger Abstimmung mit der Stadt realisiert werden. Eine weitere Parallele ist, dass sich Ickelheimer in Arbeitsgruppen zusammenfinden, um die jeweiligen Anliegen voranzutreiben.
Bei der Realisierung des ersten Vorhabens beispielsweise, eines Ickelheimer Kalenders, holte sich Schriftführer Erich Bodendörfer Frank Bayer ins Boot, der eine Homepage und ein Logo kreierte. Zwischenzeitlich ist der Verein nicht nur im Internet vertreten, auch sämtliche Termine der Ickelheimer Gruppierungen sind dort abrufbar.

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