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Bundesweit reichten die Temperaturen in den vergangenen Tagen von minus sechs bis minus zwölf Grad. Spätestens am Freitagmorgen soll das Thermometer im ganzen Land zweistellige Minusgrade anzeigen. Dann ist es wichtig, sich richtig anzuziehen, wenn man das Haus verlässt, sagt Deichhardt. Die Zwiebeltechnik habe sich bewährt. Dabei müsse man darauf achten, sich nicht zu kalt und nicht zu warm einzupacken. „Man soll nicht frieren, aber auch nicht schwitzen“, erklärt er. Der Mensch verliere über den Kopf „unheimlich viel Wärme“, weshalb man geeignete Kopfbedeckung tragen sollte. Und auch die Hände müsse man ausreichend schützen.
Sportler sollten im Winter ihre „Leistung herunterschrauben“. Strengen sie sich zu sehr an, fallen sie in die Mundatmung. Das sei ungesund für die Bronchien. Besser sei es, durch die Nase einzuschnaufen, dort werde die Luft angewärmt. Wer draußen Sport macht, sollte Funktionskleidung tragen und die Aufwärmübungen im Haus machen. Draußen kühle man bei Dehnübungen zu schnell aus, sagt Deichhardt.
Besonders aufpassen müssen Menschen mit Herzkrankheiten. „Der klassische Herzinfarktpatient ist frühmorgens der Schneeschipper.“ Der Ipsheimer Mediziner warnt vor „abrupter Belastung“ bei Kälte. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Herzkranzgefäße verengen und dadurch ein Herzinfarkt entsteht.
Um Erkältungen zu vermeiden, rät Deichhardt, viel zu trinken. Bedingt durch trockene Heizungsluft, der Menschen über viele Stunden des Tages ausgesetzt sind, trocknen die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum aus. Dadurch werde die Schutzfunktion unterbrochen und Viren und Bakterien haben leichtes Spiel. Es sei wichtig, diese Schleimhäute durch regelmäßiges Trinken feucht zu halten. „Eine Erkältung holt man sich in der Regel nicht draußen, sondern drinnen.“ Regelmäßiges Stoßlüften verringere die Anzahl der Viren im Raum, erklärt der Arzt.
Auf den Ofen oder Heizkörper könne man eine Schale mit Wasser stellen. Sie sorgt für bessere Luftfeuchtigkeit im Raum. Das A und O sei aber, die Hände immer wieder zu waschen. Durch den Kontakt mit Gegenständen oder anderen Menschen verbreiten sich Viren rasend schnell. Vitamine könne man durch heimisches Wintergemüse wie Wirsing zu sich nehmen. Wer sich einigermaßen ausgewogen ernährt, nehme aber auch über das normale Essen genügend Vitamine zu sich, um nicht an Mangelerscheinungen zu leiden, ist sich Georg Deichhardt sicher.
Gegen die jährliche Influenza helfe eine Grippeschutzimpfung. Älteren Menschen ab 60 Jahren empfiehlt Deichhardt eine Pneumokokken-Impfung. Sie schütze vor der häufigsten Lungenentzündung, die meist im Winter bei älteren Menschen auftritt.
