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Mittwoch, 19.09.2018

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Windsheimer Krankenhaus: Wohnheim weicht OP-Sälen

Kreiskliniken dürfen Millionen in Bad Windsheim investieren - 26.07.2018 14:23 Uhr

Am nördlichen Ende der Kurstadt soll es in möglicherweise knapp zwei Jahren zu einschneidenden baulichen Veränderungen kommen: Das Schwesterwohnheim (rechts) soll Platz für einen Anbau an das Hauptgebäude des Krankenhauses (links hinten) machen. © Foto: Bastian Lauer


13,85 Millionen Euro hat der Freistaat wie berichtet dem Landkreis zugesichert. Das Geld steht für einen Anbau, der im hinteren Bereich des Bad Windsheimer Krankenhauses errichtet werden soll, zur Verfügung. Untergebracht sein werden darin drei neue Operationssäle, erklärt Klinikvorstand Stefan Schilling. In einem weiteren Bauabschnitt wird der bestehende OP-Bereich umgebaut, teilweise für die Notaufnahme, teils zu Nebenräumen. Der Anbau wird an die Westseite des Hauptgebäudes angedockt und so weit nach hinten ragen, dass dafür das sogenannte Schwesternwohnheim abgerissen werden muss. Baulich gesehen wäre das Schritt eins. Doch davor steht ein Verwaltungsakt.

Denn erst wenn der endgültige Bescheid für die Förderung des Freistaats da ist, kann als nächstes eine europaweite Architekten-Ausschreibung eingeleitet werden, erklärt Schilling. "Das alleine dauert drei Monate." Da ein Architekt bereits die Planungen der Klinik begleitet und ausgearbeitet hat, hat Schilling die leise Hoffnung, dass dieser auch die Ausschreibung gewinnt.

"Das ist etwas, das wir seit Jahren versuchen"

"Dann fiele die Zeit zur Einarbeitung in das Projekt für den Neuen weg." Damit wäre immerhin ein wenig Zeit gespart, denn als nächstes folgt die Ausarbeitung der sogenannten Haushaltsunterlage Bau, eine Sammlung von Unterlagen, die es vor der endgültigen Genehmigung öffentlicher Mittel zu prüfen gilt. Schilling rechnet hier mit weiteren 1,5 Jahren. Erst dann kann gebaut werden.

Ob es im Falle des Ärztehauses, das bei der Klinik in Bad Windsheim entstehen soll, schneller geht, ist völlig offen. "Das ist etwas, das wir seit Jahren versuchen", sagt Schilling. Die Idee sei, einen Neubau an der Klinik hinzustellen, wohl an der Vorderseite zur Erkenbrechtallee hin. Interessenten, die darin Praxen eröffnen könnten, seien vorhanden. Doch Gespräche seien kompliziert, zumal in der Kurstadt in den vergangenen Monaten "sehr viel parallel gelaufen" ist in dieser Hinsicht. Unter anderem gibt es schon länger ein Ärztehaus am Schüsselmarkt, am Kochbräu-Areal soll Raum für mehrere Praxen entstehen. 

Bastian Lauer E-Mail

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