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Bahnstrecke Nürnberg-München: Neue Züge erst 2018

Auslieferung für Nahverkehr verzögert sich - 04.07.2016 06:00 Uhr

Ursprünglich sollten bereits Ende 2016 neue Fahrzeuggarnituren vom tschechischen Hersteller Škoda Transportation auf der Strecke unterwegs sein und die betagten Garnituren aus dem InterCity-Verkehr ablösen.

Die Bahn hatte bereits im August 2013 bei Škoda für 110 Millionen Euro 36 Doppelstockwagen und sechs Lokomotiven "Emil Zátopek" bestellt, die dann bei der DB als Baureihe 102 laufen werden. Die technischen Anforderungen sind hoch, weil die Fenster und Türen der Wagen druckdicht sein müssen, um den immensen Kräften bei einer Tunnelbegegnung mit dem bis zu 300 Stundenkilometer schnellen ICE zwischen Nürnberg und Ingolstadt standhalten zu können.

Bereits im Herbst 2015 wurde jedoch bekannt, dass die Züge nicht Ende 2016, sondern frühestens im ersten Quartal 2017 zur Verfügung stehen werden.

Jetzt hat Škoda zwar die für Tempo 200 ausgelegten Loks präsentiert und erklärt, dass sie derzeit auf der tschechischen Eisenbahn-Teststrecke im 60 Kilometer östlich von Prag gelegenen Velim auf Herz und Nieren geprüft werden. Doch zugelassen und einsatzfähig werden sie wohl erst Anfang 2018 sein.

Zeichen bewusst gesetzt

Auf Nachfrage erklärte ein Bahnsprecher, die Doppelstockwagen befänden sich nach DB-Informationen aktuell noch "in der Montage". Auch mit ihnen ist offenbar nicht vor 2018 zu rechnen.

Was für die Reisenden ärgerlich ist, dürfte auch bei der Bahn zu erheblicher Ernüchterung bei der Kooperation mit dem tschechischen Hersteller geführt haben. Nach den regelmäßigen Lieferverzögerungen durch etablierte Hersteller wie Alstom, Bombardier und Siemens sollte die Bestellung bei Škoda Transportation ein bewusst gesetztes Zeichen sein. 

ars

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