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Aus Solidarität: Bamberg hisst Flagge für Tibet

Zum 16. Mal setzt Bamberg ein Zeichen für das Recht auf Selbstbestimmung - 09.03.2015 14:59 Uhr

Das religiöse Oberhaupt der buddhistischen Tibeter, der Dalai Lama, zusammen mit Oberbürgermeister Andreas Starke bei seinem Besuch in Bamberg vor sieben Jahren. © Stadt Bamberg


Im Jahr 2008 war das religiöse Oberhaupt der buddhistischen Tibeter, der Dalai Lama, zu Besuch in Bamberg. Vor 7000 Menschen hielt er einen Vortrag über die Religion im Spannungsfeld zwischen "friedensstiftender Fähigkeit und kriegstreibendem Potenzial".

Oberbürgermeister Andreas Starke ist in diesem Jahr Schirmherr der deutschlandweiten Flaggenkampagne für Tibet. Am Dienstag, dem 10. März, hisst die Stadt Bamberg die tibetische Flagge, um an das Schicksal dieses Volkes zu erinnern.

Starke will ein Zeichen für das Recht auf Selbstbestimmung setzen. © Stadt Bamberg


"Es ist ein deutliches Zeichen mit starkem Symbolcharakter, da die Flagge der Tibeter in der Volksrepublik China verboten ist", so Starke. Er will ein Signal der Solidarität und der Unterstützung des tibetischen Anliegens setzen. Die gehisste Flagge ist für ihn "ein Zeichen für das Recht auf Selbstbestimmung".

Seit 1999 beteiligt sich Bamberg an der Aktion "Flagge zeigen für Tibet". Jedes Jahr findet am 10. März eine Gedenkveranstaltung vor dem Rathaus statt. Chinesische Proteste bleiben dabei allerdings nicht aus. Diesen entgegne Starke, "dass es sich nicht um eine Aktion gegen China handelt, sondern um eine Aktion für das Recht auf Selbstbestimmung Tibets".

Bis ins 20. Jahrhundert hatte Tibet ein eigenständiges Staatswesen besessen. Anfang der 50er Jahre wurde es unter dem militärischem Druck Chinas in die Volksrepublik China eingegliedert. Noch heute ist die Lage in Tibet angespannt. Beispielsweise ist es streng verboten, den aktuellen Dalai Lama nur zu erwähnen.

Der Dalai Lama und Starke zum 25. Jubiläum der Tibetinitiative Deutschland 2014 in Hamburg. © Stadt Bamberg


Zum 25. Jubiläum der Tibetinitiative Deutschland am 26. August 2014 war Starke als Festredner in Hamburg geladen. Diese enge Verbindung zu Tibet hat Bamberg GAL-Stadtrat Wolfgang Grader zu verdanken. Er ist Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland.

Starke will in diesem Zusammenhang auch auf die Gefahr für die tibetischen Klöster aufmerksam machen. Diese seien von Zerstörung bedroht und als Werterbestadt fühle sich Bamberg den tibetischen Klöstern verbunden.

"Alle müssen sich verantwortlich fühlen, sich für den Erhalt der tibetischen Klosteranlagen, die Teil des Welterbes sind, einzusetzen", betont Starke. 

Jule Dressler

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