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Sonntag, 17.02.2019

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Bamberger "Wolfsschlucht" eröffnet Mitte Februar

Erlebnispädagogisches Kompetenzzentrum für Jugendliche - 06.02.2019 09:08 Uhr

Viele Nachbarn aus Bug nutzten die Gelegenheit, der Wolfsschlucht vor Inbetriebnahme einen Besuch abzustatten. Empfangen wurden Sie von Oberbürgermeister Andreas Starke und Emil Hartmann (l.), Leiter des Don Bosco Jugendwerks. © Pressestelle/Ulrike Siebenhaar


60 Jahre lang war die "Wolfsschlucht", gelegen am linken Regnitzarm im Bamberger Hain als Jugendherberge bekannt – bis im Jahr 2013 bauphysikalische und statische Mängel sowie Defizite beim Brandschutz zur Stilllegung des 1952 erbauten Gebäudes führten. 

Neues erlebnispädagogisches Kompetenzzentrum

Seitdem hat sich viel getan: Die Stadt Bamberg entwickelte gemeinsam mit dem Don Bosco Jugendwerk ein neues Nutzungskonzept der Jugendstätte und startete die Renovierungsarbeiten im August 2017. Neben statischer und energetischer Ertüchtigung, Erneuerung von Haustechnik, barrierefreier Erschließung und kompletter Erneuerung des Foyers wurden Dachflächen und -stuhl modernisiert, ein Aufzugsturm errichtet, das Nebengebäude neu aufgebaut und die Außenanlagen neu angeordnet, wie die Architektinnen Silke Leikheim und Manuela Zenk aufzeigen. Dank der großzügigen Förderung durch den Bund – 4 Millionen Euro kostete die Sanierung, 3,6 Millionen Euro gab es an Zuschüssen – gelang die erfolgreiche Wiederbelebung. Der Oberbürgermeister dankte dem Jugendwerk Don Bosco für dessen Einsatz mit dem Ziel, ein stimmiges Gesamtkonzept auf die Beine zu stellen, wobei das Sozialreferat der Stadt Bamberg eng eingebunden war. 

Neue Heimat für Jugendliche

Rund eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich öffnet nun das neue erlebnispädagogische Kompetenzzentrum unter der Trägerschaft des Don Bosco Jugendwerks Bamberg seine Pforten und kann ab Mitte Februar nach und nach bezogen werden. Die Einrichtung wird Jugendlichen in Form zweier Wohngruppen eine neue Heimatstelle bieten: In Ober- und Dachgeschoss des restaurierten Gebäudes werden jeweils elf Jugendliche untergebracht. Die eine Gruppe setzt sich aus einheimischen Jugendlichen zusammen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zu Hause leben können. Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Betreut werden die Jugendlichen rund um die Uhr von zehn Pädagogen unter der Leitung von Milan Krieglstein. 

"Wolfsschlucht gehört der Jugend"

Zuerst erhielten nun die Nachbarn aus Bug die Gelegenheit, Gebäude und Räumlichkeiten zu inspizieren und sich über das interessante pädagogische Konzept zu informieren. Emil Hartmann, Leiter des Jugendwerks, ist viel an einem guten Kontakt zur Öffentlichkeit gelegen. "Ich habe für jeden von Ihnen ein offenes Ohr", erklärte er den Besuchern.

Hartmann dankte dem Oberbürgermeister Starke: "Die Anliegen des Jugendwerks sind zu hundert Prozent bei der Gestaltung der Räumlichkeiten berücksichtigt worden." Oberbürgermeister Starke freut das neue Nutzungskonzept, bleibt die Wolfsschlucht doch trotz verändertem Konzept ein Ort für die jungen Menschen in Bamberg: "Die Wolfsschlucht gehört der Jugend. Dieses Projekt ist eine Bereicherung für die Region und hat Vorbildcharakter für ganz Oberfranken". 

Katja Kiesel

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