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Bürgermeister von Zapfendorf gesteht Veruntreuungen

Matthias Schneiderbanger nach Hausdurchsuchungen in Haft - 04.12.2014 15:11 Uhr

Matthias Schneiderbanger hat eingeräumt, in die Gemeindekasse gegriffen zu haben. © Facebook


Die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Hof hat am Mittwoch Haftbefehl gegen den Zapfendorfer Bürgermeister erlassen. Er sitzt mittlerweile in einem bayerischen Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schwere Untreue vor. Schneiderbanger hat die Tatvorwürfe mittlerweile eingeräumt. Demnach hat er zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 16. Oktober 2014 Buchungen manipuliert. Dadurch soll er sich insgesamt 279.500 € aus der Kasse der Gemeinde Zapfendorf angeeignet haben.

Matthias Schneiderbangers Slogan aus seine Homepage: "ehrlich - menschlich - bescheiden". © Screenshot


Die Polizei Bamberg will nun herausfinden, wohin dieses Geld geflossen ist. Die Staatsanwaltschaft Hof hat indes "vermögenssichernde Maßnahmen" eingeleitet, die der Gemeinde Zapfendorf zugutekommen.

Wie der leitende Oberstaatsanwalt Gerhard Schmitt am Mittwoch mitteilte, sind bei Hausdurchsuchungen Unterlagen sichergestellt worden, die nun weiter geprüft werden müssten. Schneiderbanger ist seit März 2014 Rathauschef in Zapfendorf. Am Dienstag wurde er festgenommen.

Der Zweite Bürgermeister des 5000-Einwohner-Orts will am Donnerstagabend eine Erklärung zu den Vorfällen abgeben.

Der Artikel wurde am 4. Dezember um 15.11 Uhr aktualisiert. 

dpa/acb/ib

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