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Neuer Chefdirigent der Bamberger Symphoniker: Jakub Hrusa

34-Jähriger Jakub Hrusa tritt Nachfolge von Jonathan Nott an - 07.09.2015 15:31 Uhr

Kulturelles Highlight: Ein Konzert der Bamberger Symphoniker © Lebensart


Wie Bayerns Kunstminister Dr. Ludwig Spenle und der Intendant der Bayerischen Staatsphilharmonie Marcus R. Axt an diesem Montag bekannt gaben, wird Jakub Hrusa das Erbe des vorherigen Chefdirigenten Jonathan Nott antreten.

Der 34-Jährige gebürtige Tscheche übernimmt ab Sommer 2016 den Taktstock. Bereits jetzt kann er auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken: So ist er ständiger Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie, Erster Gastdirigent des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und war von 2009 bis 2015 Chefdirigent der Prag Philharmonia.

Auch in Bamberg ist er kein Unbekannter, denn er war mehrmals Gastdirigent bei den Bamberger Symphonikern. "Als er am Pult stand, haben wir ein Kribbeln gespürt", sagte Orchestervorstand Robert Cürlis. Auch der Intendant Marcus Axt steht hinter dem Tschechen: "Die fünf Konzerte, in denen er unser Orchester bisher leitete, haben eindrucksvoll gezeigt, dass er aus dem gemeinsamen Musizieren spontan außergewöhnliche Ereignisse gestalten kann."

So lag es durchaus nahe, dass Hrusa in die engere Auswahl für die Nott-Nachfolge kam und schließlich vom Stiftungsrat offiziell zum Chefdirigenten ernannt wurde. Spaenle nannte dies eine "zentrale Personalentscheidung für die weitere Entwicklung der Bamberger Symphoniker."

Gemeinsame tschechische Wurzeln

Hrusa wolle vor allem auf zeitgenössische Musik "mit einem tschechischen Akzent" setzen, sagt er von sich selbst. "Mit den Bamberger Symphonikern kann jedes noch so kleine musikalische Detail zu einem Wunder werden, und jedes Konzert verwandelt den, der es hört."

Mit Blick auf die Geschichte der Bamberger Symphoniker, deren Musiker in der Nachkriegszeit von Prag nach Bamberg kamen, sagte Hrusa: "Da die Wurzeln des Orchesters in Prag liegen, atmen wir gewissermaßen die gleiche musikalische Luft, teilen den gleichen kulturellen Hintergrund und sind uns künstlerisch und historisch sehr nah." Er habe keine Sekunde gezögert, das Angebot in Bamberg anzunehmen. Für ihn gehe ein Lebenstraum in Erfüllung.

Die Bayerische Staatsphilharmonie feiert im März 2016 bereits sein 70-jähriges Bestehen.

Bis 2021 darf Hrusa sein Können nun unter Beweis stellen. Seine ersten Konzerte mit den Bamberger Symphonikern finden in dieser Saison vom 12. bis 15. November in Bayreuth, Schweifurt und Bamberg statt. 

dpa/ elattm

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