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Säure-Anschlag auf Bamberger Bordell: Männer in Haft

Buttersäure verschüttet und Feuer gelegt - DNA führte zu drei Männern - 17.02.2017 19:17 Uhr

Nach der Buttersäure-Attacke und der Brandstiftung in einem Bamberger Bordel konnten die Ermittler drei tatverdächtige Männer festnehmen. © NEWS5 / Merzbach


Nach zwei Anschlägen auf das Etablissement am Bamberger Hafen konnte die Ermittlungskommission "Laubanger" mit Unterstützung von Spezialeinheiten nun drei tatverdächtige Männer ermitteln und festnehmen. Wie die Polizei mitteilt, sitzen die Beschuldigten nach Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bamberg in verschiedenen Justizvollzugsanstalten.

Im September 2016 verübten sie den ersten Anschlag auf das Bordell "Am Laubanger". Nach Mitternacht drang ein Mann über ein eingeschlagenes Fenster in das Etablissement ein. In den Zimmern der Wohnung verschüttete er eine übel riechende, flüssige Substanz - wie sich später herrausstellte Buttersäure. Vier Frauen konnten damals unverletzt ins Freie flüchten.

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Am späten Abend des 14. Januar 2017 wurde das Bordell wieder Opfer eines Anschlages. Damals brach im Erdgeschoss des Hauses Feuer aus. Eines der Zimmer, in dem sexuelle Dienste angeboten werden, brannte komplett aus. Das übrige Haus war stark verraucht. Auch in diesem Fall konnten sich alle dort arbeitenden Frauen rechtzeitig aus dem Gebäude retten. Schnell ging die Kripo Bamberg im Januar von Brandstifung aus.

Wie sich nun herrausstellte, verschafften sich die Täter mit Gewalt Zutritt zu dem Anwesen, zerstörten Möbel und schütteten Brandbeschleuniger aus. Anschließend legten sie, bewusst das Frauen im Bordell waren, das Feuer im Erdgeschoss.

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Drei Männer gerieten in den Mittelpunkt der Ermittlungen

Die Ermittlungskommission "Laubanger" beschäftige sich in den vergangenen Wochen mit der Aufklärung des Falles. Mithilfe von DNA-Spuren und eingegangenen Zeugenhinweisen konnten schließlich drei Tatverdächtige ermittelt werden.

Die Männer, im Alter von 24 bis 27 Jahren, aus Bamberg und dem Landkreis waren im Laufe der Ermittlungen immer mehr in den Mittelpunkt geraten. Mitte Februar zog sich die Schlinge für die Tatverdächtigen zu.

Mit Durchsuchungsbeschlüssen standen die Polizisten am frühen Morgen bei den Männern. Bei den Durchsuchungen der Wohnräume, sowie bei zwei Gewerbeobjekte, fanden die Ermittler wichtige Beweismittel.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg erließ gegen zwei der Tatverdächtigen Haftbefehle wegen schwerer Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Sächbeschädigung. Gegen den dritten Mann wurde Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung erlassen. Die Ermittlungen und Überprüfungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft dauern an.


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