Montag, 17.12.2018

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"Weiße Wölfe Terrorcrew": Rechtsextreme stehen vor Gericht

Beteiligung an Körperverletzungs- und Sprengstoffdelikten in Bamberg - 19.09.2018 19:54 Uhr

Die Polizei konnte bei einer Razzia in der Neonazi-Szene zahlreiche Beweismittel sicherstellen: Unter anderem scharfe Schusswaffe mit Munition, verbotene Pyrotechnik und Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Propagandamaterial. © NEWS5 / Herse


Die zuständige Kammer habe die Anklage unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Angeklagten im Alter von heute zwischen 24 und 39 Jahren vor, sich als Mitglieder der Sektion Bayern-Franken der verbotenen rechtsextremen Vereinigung "Weiße Wölfe Terrorcrew" radikalisiert zu haben. Ihr Ziel sei gewesen, politisch linke Menschen und Gruppierungen sowie Ausländer zu bekämpfen.


De Maizière verbietet rechtsextreme "Weisse Wölfe Terrorcrew"


Zwischen Dezember 2014 und August 2015 sollen sie in unterschiedlicher Beteiligung unter anderem Körperverletzungs- und Sprengstoffdelikte begangen haben. Zwei von ihnen sollen am 19. August 2015 mit Angriffen auf eine Asylunterkunft in Bamberg gedroht haben. Den Ermittlungen zufolge planten sie zudem als Mitglieder des Führungszirkels der Gruppe Gewalttaten und den Einsatz von verbotener Pyrotechnik.

Die Staatsanwaltschaft hatte im September 2016 Anklage erhoben. Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte den rechtsextremen Verein "Weiße Wölfe Terrorcrew" kurz zuvor verboten.

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Neonazi-Razzia in Bamberg: Die Ergebnisse der Ermittler

Bei einer Pressekonferenz nach der Razzia in der rechtsextremen Szene haben die Ermittler ihre Ergebnisse präsentiert. Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler unter anderem scharfe Waffen und Munition sicher. Postpakete mit verbotener Pyrotechnik hatten sie bereits in den Wochen vor der Razzia abfangen können.


 

dpa E-Mail

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