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Bayerische Städte stehen vor spannenden OB-Wahlkämpfen

In Bayreuth und Bamberg ist die Lage vor dem Urnengang 2020 völlig offen - 16.03.2019 09:53 Uhr

In einigen bayerischen Städten könnte die OB-Wahl spannend werden. © dpa/Bodo Schackow


Vergleichsweise übersichtlich ist die Lage in Fürth und Erlangen. In der Kleeblattstadt tritt Thomas Jung (SPD) erneut an. Er gilt als klarer Favorit, wer immer gegen ihn in einem Jahr ins Rennen gehen wird. Auch sein Erlanger Parteifreund Florian Janik kandidiert wieder.

Er ist in der Hugenottenstadt seit Mai 2014 Oberbürgermeister. Gegen den 39-jährigen SPD-Mann hat bisher der CSU-Fraktionsvorsitzende im Erlanger Stadtrat, Jörg Volleth, seine Bewerbung angekündigt. In Ansbach und Forchheim stellen sich ebenfalls die Amtsinhaber erneut zur Wahl.


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In Ansbach ist es die parteilose Carda Seidel, in Forchheim Uwe Kirschstein von der SPD, dem CSU-Mann Udo Schönfelder das Amt abjagen will. Dagegen hat Schwabachs OB Matthias Thürauf (CSU) noch nicht offiziell den Finger gehoben. Wenn er es tut, ist auf jeden Fall Peter Reiß von der SPD sein politischer Gegner.

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Unklare Situation in Bayreuth und Bamberg

Sehr viel unklarer ist die Situation in Bayreuth und Bamberg. So ist noch völlig offen, ob in der Wagnerstadt Amtsinhaberin Brigitte Merk-Erbe von der Freien Wählervereinigung Bayreuther Gemeinschaft (BG) noch einmal Oberbürgermeisterin werden will. Auch mögliche Gegenkandidaten sind bisher nicht in Sicht.

Ähnlich sieht es in Bamberg aus. Dort steht Andreas Starke (SPD) an der Spitze der Verwaltung. Der 62-jährige Kommunalpolitiker ist seit fast 13 Jahren Oberbürgermeister. Starke hat noch nicht erklärt, ob er noch einmal in den Ring steigt.

Bereitschaft für eine Gegenkandidatur hat bisher Bambergs Kulturbürgermeister Christian Lange (CSU) signalisiert. Nicht eindeutig geäußert hat sich zu dieser Frage Bayerns Gesundheitsministerin, die Bambergerin Melanie Huml (CSU). Offenbar will sie erst sehen, wie sich Amtsinhaber Starke entscheidet. In der oberfränkischen Uni-Stadt haben bei Kommunalwahlen in der Vergangenheit immer die Grünen gut abgeschnitten. Aber auch sie zeigen sich noch unentschlossen.

In Würzburg will Schuchhardt OB bleiben

OB Christian Schuchardt tritt in Würzburg an. © Foto: David Ebener/dpa


In Würzburg ist sicher, dass Amtsinhaber Christian Schuchhardt OB bleiben will. Der 50-jährige Politiker ist seit 2014 im Amt, stammt aus Hessen und gehört deshalb der CDU an. Die CSU unterstützt ihn aber. Vermutlich bekommt er Konkurrenz durch die Würzburger Liste, die zwischen 1990 und 2002 den OB in der unterfränkischen Bezirkshauptstadt stellte.

Interessant wird sein, wie sich die Grünen verhalten. Ihr Kandidat, der aus Rothenburg o. d. Tauber stammende Patrick Friedl, holte bei der Landtagswahl völlig überraschend ein Direktmandat. Ob er nun OB-Kandidat werden will, ist offen. Die Grünen sondieren noch, ebenso die SPD. 

nn

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