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Bayerns Unternehmen betrachten die Energiewende als eines der größten Risiken für die Entwicklung der Wirtschaft in diesem Jahr. „Die Unternehmen fürchten um eine stabile Energieversorgung“, sagte Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), am Mittwoch in München. „Der schnelle Ausstieg aus der Kernkraft und der rigide Zeitplan für die Energiewende vor allem in Bayern führen zu Problemen, für die noch keine Lösungen in Sicht sind“, kritisierte er.
In der aktuellen Konjunkturumfrage des BIHK unter 3800 Unternehmen nennen 49 Prozent der Befragten Energie- und Rohstoffpreise als Risiken für die wirtschaftlichen Entwicklung ihres Unternehmens. Übertroffen wird dieses Thema lediglich von der Sorge, dass die Inlandsnachfrage einbrechen könnte. 51 Prozent der Unternehmen äußerten entsprechende Befürchtungen.
Insgesamt aber ist die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft trotz Euro-Schuldenkrise und weltweit schwächerer Konjunkturerwartungen heute deutlich besser als im langjährigen Durchschnitt. Die Unternehmer wüssten, dass 2011 ein „Ausnahmejahr“ war, sagte Driessen. Der BIHK-Konjunkturindex, der die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen in einem Wert zusammenfasst, liegt mit 124 Punkten nur einen Zähler niedriger als im Herbst 2011. In den vergangenen Jahren waren es durchschnittlich 107 Punkte.
Die Unternehmer erwarten für 2012 auch keinen ausgeprägten Rückgang der Produktion, sondern vielmehr eine Wachstumsdelle. Für manche dürfte dies sogar eine willkommene Verschnaufpause darstellen. Die Produktion erneut so stark auszuweiten wie 2011, würde den Unternehmen schwer fallen, sagte Driessen. Die Kapazitätsauslastung sei bereits sehr hoch.