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Am Ortsrand aber, wo einst Wiesen bis zum Horizont das Bild prägten, befand sich stattdessen eine riesige Baustelle. Erst am 1. August 1986 war es so weit; der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß weihte den Altmühlsee ein und damit die erste Baustufe des Fränkischen Seenlands.
Exakt 25 Jahre später durfte Horst Seehofer in Muhr das runde Jubiläum der Ferienregion feiern. Kleiner Unterschied: Strauß tuckerte noch in einem kleinen Dienstboot des Talsperren-Neubauamtes über den Altmühlsee, Seehofer fuhr im Ausflugsschiff — und durfte kurzzeitig sogar die Kapitänsmütze aufsetzen und das Steuerrad übernehmen.
Der Ministerpräsident war in offizieller Mission zum ersten Mal im Seenland. Er nannte den Landstrich ein Juwel, ein „starkes Stück Bayern“. Die Macher des Seenlands hätten ungeheueren Weitblick bewiesen, die Entscheidung für den Bau sei visionär gewesen. Seehofer gratulierte den Menschen zu dem „Mut, ein derart großes Projekt anzugehen“. Leider seien „die Bedenkenträger heutzutage meist in der Überzahl“.
Für den Ministerpräsidenten und seinen Umweltminister Markus Söder ist das Seenland auch „ein Musterbeispiel für nachhaltige Politik“. Das Ausflugs- und Urlaubsgebiet zeige in vorbildlicher Weise, wie sich Ökonomie und Ökologie vereinbaren lassen. Die Region müsse aber ihr Angebot ständig ausbauen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das bekräftigte Gunzenhausens Bürgermeister Joachim Federschmidt, der Vorsitzender des Zweckverbands Altmühlsee ist. Das Jubiläum sei auch „Ansporn zur Weiterentwicklung im Wettbewerb mit anderen Ferienregionen“. Aber schon jetzt „braucht das Seenland in Bayern keinen Vergleich zu scheuen“.
185 Millionen Euro Umsatz bringt der Tourismus pro Jahr, unterstrich der stellvertretende Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, Robert Westphal, den wirtschaftlichen Erfolg. Im Schnitt verzeichnet die Region jährlich eine Million Übernachtungen. Das Seenland habe „mehr zu bieten als Wasser — kulturellen Reichtum und landschaftliche Vielfalt“. Westphal lobte die Weitsicht der Menschen, die ihre Chance genutzt und konsequent umgesetzt haben. Sie hätten „die Zeichen der Zeit erkannt und ihre Ställe zu Ferienwohnungen für Urlaub auf dem Bauernhof umgebaut“.
Ähnlich äußerte sich der Bürgermeister von Muhr, einer Gemeinde, die nach seinen Worten ein rasantes Bevölkerungswachstum von 50 Prozent vorzuweisen hat. Fitzner ist überzeugt: „Die Gemeinde wäre ohne Altmühlsee gar nicht mehr vorstellbar.“
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Mi. 02.05.12
Fr. 27.04.12
Do. 26.04.12
Di. 17.04.12
Fr. 13.04.12