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Der VGN soll künftig bis nach Hof reichen

Noch fehlende oberfränkische Landkreise wollen alle dem Verbund beitreten - 15.03.2019 06:02 Uhr

Nach der Zusage des Freistaats sieht es so aus, als ob man den Hauptbahnhof in Hof künftig mit einem VGN-Ticket ansteuern könnte. © Foto: Uwe Miethe/DB


Der Landkreis Haßberge würde für längere Zeit der letzte Neuling im Kreis des VGN sein, dachte man noch im vergangenen Jahr beim Beitritt des Landkreises, von dem schon zuvor ein kleiner Teil im Verbundgebiet integriert war. Zuvor hatte es schon mehrere große Erweiterungsrunden gegeben, im Jahr 2010 massiv mit den Städten und Landkreisen Bamberg und Bayreuth, im Jahr 2015 kam noch der Landkreis Lichtenfels hinzu.

Damit war der VGN auf eine Fläche von 15.800 Quadratkilometern angewachsen und bildete nach dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg den flächenmäßig zweitgrößten Zusammenschluss in Deutschland.

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Eigentlich war vor Jahren angedacht, ganz Oberfranken in den Verbund zu integrieren. Doch die Verhandlungen scheiterten. Stadt und Landkreis Coburg sowie die Kreise Wunsiedel, Kronach und Kulmbach entschieden sich wegen der hohen Kosten dagegen (der Landkreis Kulmbach ging von 900.000 Euro im Beitrittsjahr und in der Folge 450.000 Euro jährlich aus).

Die Stadt Hof wollte zwar beitreten, da sich der Landkreis Hof aber aus politischen Gründen weigerte, war auch die Stadt letztlich ohne Chance.

Im Jahr 2015 trat deshalb also nur der Landkreis Lichtenfels bei, um die anderen Bewerber wurde es ruhig. Bis zum vergangenen Mai, als sie die "Nordostoberfranken-Erklärung" abgaben und in ihr betonten, dass sie gerne dem VGN angehören würden. Mit der Erklärung baten sie den Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) um finanzielle Unterstützung bei dem Projekt.

Diese wurde nun von Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) bei einem Gespräch in München den Spitzen der Landkreis Hof, Coburg, Kronach, Kulmbach und Wunsiedel sowie der Städte Coburg und Hof zugesichert.

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"Wir wünschen uns, dass das Projekt ,Erweiterung des Verkehrsverbundes‘ verwirklicht wird", sagte Reichhart. Der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) erwartet, dass durch den gemeinsamen Beitritt auch Oberfranken enger zusammenwachsen wird.

"Vor allem wird die anstehende Ausschreibung der Bahnleistungen so gestaltet werden, dass für ganz Oberfranken ein Beitritt zum VGN möglich wäre", erklärte der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU). 

Martin Müller E-Mail

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