Mittwoch, 26.09.2018

|

zum Thema

Diakonie-Chef: Flüchtlinge brauchen mehr Chancen

Rummelsberger Vorstand nimmt auch Ausländer-Behörden in die Pflicht - 19.11.2017 05:30 Uhr

Der Weg für Flüchtlinge in Arbeit ist nicht immer einfach. © Martin Schutt/dpa


Junge Menschen mit guten Integrationsprognosen aus dem Land zu schicken, während sie im Handwerk, Industrie, Handel und Gewerbe
dringend gebraucht würden, "verstehen wir genauso wenig wie unsere Partner in der Wirtschaft", sagte Breitenbach beim Rummelsberger Forum am Donnerstagabend. Auch dort, wo Spielräume da seien, "gab es eine geringe Bereitschaft zu konstruktiven Lösungen", erklärte er.

Derzeit kommen weniger junge unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ins Land, so dass Betreuungsplätze abgebaut werden müssen. Bei dieser Aufgabe schleiche sich der Staat aus der Verantwortung, kritisierte Breitenbach.

Die Rummelsberger Diakonie, die solche jugendlichen Migranten betreut, habe vergangenes Jahr die Zahl der Plätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge von fast 700 auf knapp 300 reduziert und 200 Mitarbeiter aus diesem Bereich auf anderen Stellen untergebracht. "Dieselben Politiker, die vor drei, vier Jahren nach Rummelsberg reisten und uns um Hilfe baten, meinen jetzt, das sei unser unternehmerisches Risiko", stellte er fest.

Beim Rummelsberger Forum präsentierten sich vier Jugendliche, die aus ihren Heimatländern Madagaskar, Pakistan, Afghanistan und Gambia geflohen sind. Sie sind Schüler der Altenpflegeschule der Rummelsberger in Nürnberg und wollen nach einer Ausbildung als Altenpfleger in Deutschland bleiben. Die Diakonie in Rummelsberg (Kreis Nürnberger Land) ist einer der großen diakonischen Träger Deutschlands mit etwa 200 Einrichtungen. 

epd

6

6 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Rummelsberg