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Grünes Licht für Schulverbund

Arberger Gemeinderat stimmte Kooperationsvertrag zu - 05.07.2010 12:55 Uhr

In Bechhofen werden die vom bayerischen Kultusministerium vorgegebenen Voraussetzungen für eine Mittelschule erfüllt (Symbolbild).

In Bechhofen werden die vom bayerischen Kultusministerium vorgegebenen Voraussetzungen für eine Mittelschule erfüllt (Symbolbild). © colourbox.com


Zu Gast in der Sitzung war auch der Bechhofener Bürgermeister Helmut Schnotz, der eingehend über den neuen Schulverbund informierte. In Bechhofen werden die vom bayerischen Kultusministerium vorgegebenen Voraussetzungen für eine Mittelschule erfüllt. In der Schule der benachbarten Gemeinde wurden schon in den vergangenen Jahren ein M-Zug und Ganztagsklassen mit der modularen Förderung in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Soziales eingeführt, erläuterte Schnotz, der auch die für den Mittelschulverbund notwendigen Vertragswerke vorstellte. In einer sogenannten Verbundversammlung werde, im Gegensatz zu einem Schulverband, jede beteiligte Gemeinde Sitz und Stimme haben. Außerdem sehe das Vertragswerk einen Verbundausschuss vor, in dem neben den Gemeindevertretern auch die jeweiligen Schulleiter und die Vertreter der Elternbeiräte einbezogen werden. Festgeschrieben wurde auch, die Unterrichtsorte für die Schüler aus den einzelnen Kommunen beizubehalten. Im neuen Verbund wird aufgrund der Schülerzahlen in Bechhofen und Herrieden ein M-Zug eingerichtet. Damit werden weite Beförderungswege verhindert und Transportkosten gespart. Es bleibe aber den Schülereltern vorbehalten, einen anderen Schulort für ihre Kinder zu wählen, betonte Schnotz. Mit jeweils zwei Neinstimmen wurden die beiden Vertragswerke verabschiedet.

Ein Blockheizkraftwerk für die KiTa?


Nächstes Thema war die Erneuerung der Heizungsanlage im Zuge der Kindertagesstättensanierung. Laut eines TÜV-Prüfberichts wurde die bestehende Öltankanlage beanstandet und ein
Abbau empfohlen. Daher regte Gemeinderat Buckel die Errichtung eines Blockheizkraftwerks an und erläuterte umfassend die technischen und finanziellen Einzelheiten, das Einsparpotenzial und die eventuell zu erzielenden Erlöse aus der Energieeinspeisung. Auch müsse in diesem Zusammenhang der Anschluss der Schule und der Sporthalle in Betracht gezogen werden. Diese Empfehlung zog eine längere Debatte nach sich, in der die Rahmenbedingungen hinterfragt wurden.

Finanzielle Belastungen für die Kommune im Blick


Im Vordergrund standen dabei die bereits vergebene Neueinrichtung der Heizanlage und die sich daraus ergebenden finanziellen Belastungen für die Kommune. Des Weiteren wurde angeführt, dass man, um eine Entscheidung herbeiführen zu können, um eine
genaue Kostenermittlung nicht umhin komme. Berücksichtigen müsse man auch die vorhandenen Haushaltsmittel, und es gelte, eine Zeitdauer für die Installation zu benennen, da der Betrieb in der Kindertagesstätte weiterlaufen müsse. Einig war man sich schließlich, der bereits vom Rathauschef Jürgen Nägelein beantragten Fristverlängerung zum Austausch der Tankanlage zuzustimmen. Antragsteller Buckel wurde beauftragt, für die nächste Sitzung aussagekräftige Unterlagen zusammenzustellen. Laut Nägelein lassen es die Gemeindefinanzen derzeit zu, die Kanalerneuerung im Bergweg durchzuführen. Trotzdem wurde ein Vergabebeschluss vertagt. Man verständigte sich darauf, zum vorliegenden Ergänzungsangebot eine zweite vergleichbare Offerte einzuholen. Anschließend gab der Bürgermeister die Gesamtvergabesumme in Höhe von nahezu 370.000 Euro für das Bauvorhaben Kanalangelegenheit Sammler West – Bauabschnitt Neue Siedlung ausführlich bekannt und kam so einer Aufforderung aus der vorangegangenen Ratssitzung nach.


Baumängel am Kindergarten moniert

In der Aussprache zu kommunalen Themen stand nochmals der Kindergarten im Blickpunkt. Buckel monierte die bestehenden Baumängel und forderte deren Behebung. Man werde den verantwortlichen Architekten beziehungsweise den mit den Arbeiten beauftragten Unternehmer zur nächsten Sitzung vorladen, war der einstimmige Tenor aus der Ratsrunde. Bernhard Schnabel griff die ins Auge gefasste Dorferneuerung in den Ortsteilen Klein- und Großlellenfeld auf und berichtete, dass es interessierte Bürger gebe, die dieses Projekt unterstützen. Nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung und dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) sei für Ende des laufenden Monats eine Aufklärungsversammlung anberaumt worden. 2. Bürgermeister Johannes Unfried gab bekannt, dass er die Steinmetzarbeiten am Dorfbrunnen in Großlellenfeld in Eigenleistung erbringen werde. Das Ratsgremium quittierte diese Bekanntgabe mit großer Zustimmung.  

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