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52er aus Erlangen: "Mach Dein Ding, Dude!"

Neues Album des HipHop-Duos aus der Hugenottenstadt - Von Phantomtracks und Auftritten - 25.01.2013 13:21 Uhr

ERLANGEN  - Das Erlanger HipHop-Duo „52er“ hat ein neues Album herausgebracht. Nachfolgend ein Porträt der Gewinner des Newcomer-Festivals 2011 im E-Werk.

„Qualität muss ja erst mal zählen“: (v.l.) Sebastian Lohmaier (kL52) und Hans Klemme-Wolff (Lib).
„Qualität muss ja erst mal zählen“: (v.l.) Sebastian Lohmaier (kL52) und Hans Klemme-Wolff (Lib).
Foto: Richard Alan Klemme-Wolff
„Qualität muss ja erst mal zählen“: (v.l.) Sebastian Lohmaier (kL52) und Hans Klemme-Wolff (Lib).
„Qualität muss ja erst mal zählen“: (v.l.) Sebastian Lohmaier (kL52) und Hans Klemme-Wolff (Lib).
Foto: Richard Alan Klemme-Wolff

„Es gibt so Phantomtracks quasi. Die sind nur hier fertig“, sagt Lib mit breitem Grinsen und tippt sich auf den Kopf. Mit kL52 sitzt er im Café Brazil an einem kleinen Tisch direkt neben dem Eingang. Vor ein paar Wochen haben die beiden Jungs der HipHop-Combo „52er“ ihr Album „Ahhh Yeah!!!“ veröffentlicht. Neun Songs umfasst die Platte – ohne Phantomtracks. „Es waren mehr Songs geplant“, sagt kL52, der eigentlich Sebastian Lohmaier heißt und 27 Jahre alt ist. „Qualität muss ja erst mal zählen. Das sind wirklich neun Songs, die fertig waren und hinter denen wir hundertprozentig stehen. Auf die sind wir wirklich stolz.“


Die Aufnahmen zu „Ahhh Yeah!!!“ zogen sich hin und die Band kündigte das Debüt mehrmals an, musste die Veröffentlichung dann aber doch wieder verschieben. „Du kannst auch nur Musik machen, wenn der Kopf frei ist“, sagt Lib, hinter dem sich der 30-jährige Hans Klemme-Wolff verbirgt. „Der Arbeitsprozess war eigentlich immer: Ich baue meine Beats, mach das, wie ich meine“, so kL52. Dann setzte sich Lib dran, rappte seinen Part ein und am Ende arrangierten sie noch ein wenig herum.

Herausgekommen ist dabei ein ziemliches Brett, denn „Ahhh Yeah!!!“ überzeugt durchweg. Der 27-jährige Sebastian Lohmaier sorgt mit seiner Produktion zwischen Oldschool, Bandsound und neueren Arten elektronischer Musik für einen guten Fluss. Dazu lässt Lib sehr gute Zeilen fallen. „Ahhh Yeah!!!“ hat Spieltrieb, aber auch Reife – und das macht diese Platte so gut. „Generell diese Konstellation wie bei Pete Rock & CL Smooth oder Gang Starr, wo wirklich ein Rapper und ein Produzent arbeiten, das ist so eine Linie, die wir verfolgt haben“, sagt Lohmaier.

Der Name des Albums geht auf den Ruf zurück, den die Jungs bei zahllosen Konzerten zelebrierten. Eine Art Schlachtruf. „Das funktioniert immer und überall.“ Die Hände gehen in die Luft und die Leute mit. „Jeder hat so sein Markenzeichen, seinen Sound. Und wir haben uns überlegt, wir brauchen so was. Und das hat sich live dann irgendwie ergeben.“

„Tausendmal geiler als auf Platte“, sagt Lib ja selbst über ihre Konzerte. Nicht zuletzt siegten die „52er“ mit ihrem Auftritt im vorletzten Jahr beim Newcomer-Festival im E-Werk. „Dass wir da jetzt gewinnen, haben wir nicht gedacht.“ Live unterstützt eine Band die „52er“, was ihrem Sound auf der Bühne noch wesentlich mehr Dynamik gibt. „Wie weit sollen wir zurück in die Vergangenheit gehen?“ Ein wenig Verzweiflung liegt in den Worten von Lohmaier, denn es hört sich so an, als ob Lib und kL52 schon immer zusammengearbeitet haben. Bereits vor sieben Jahren gab es gegenseitige Features, der Weg zu „52er“ ging dann über ein gemeinsames Rockprojekt namens „Monkee Wrench“.

Die Frage nach den Einflüssen bringt das Duo ins Grübeln und am Ende einigen sie sich auf die „Cool Kids“, ein Duo aus dem US-Rap. Zum Track „Mach Dein Ding, Dude“ haben sie ein Video veröffentlicht. Dort heißt es: „Ich weiß schon, Du packst mich nicht und den Slang, den ich rede.“ Doch es bleibt irgendwie die Frage, wie gegen diese Jungs aus Erlangen überhaupt jemand etwas vorbringen könnte. Lohmaier sagt: „Das Video zeigt uns ganz gut. Und dass wir nicht die bösen Rapper sind, sondern die…“ Lib beendet den Satz für seinen DJ: „Die Cool Kids!“ Beide grinsen. 

Von Björn Bischoff


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