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Donnerstag, 18.10.2018

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Aktion mit der neuen ai-Generalsekretärin

Selmin Çaliþkan demonstrierte mit ihrer Menschenrechtsorganisation gegen internationalen Waffenhandel - 04.03.2013

In der Hauptstraße hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gegen die Waffenexporte und gegen Gewalt gegen Frauen protestiert. Die neue Generalsekretärin Selmin Çaliþkan (Dritte von links, daneben Bürgermeisterin Elisabeth Preuß) war selbst gekommen, um eine Rede zu halten. © Klaus-Dieter Schreiter


Fabian Schmidt von der ai-Hochschulgruppe schlägt zwei Hölzer aufeinander. Der peitschende Knall klingt fast wie ein Schuss. Er ist das Signal für eine Amnesty-Kollegin, sich mit einem Plakat in die ai- Gruppe einzureihen, die gegen den internationalen unkontrollierten Waffenhandel demonstriert.

Die Aktion findet am Eingang zum Hugenottenplatz statt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International will die Bürger für die fatalen Folgen sensibilisieren, die der Verkauf von Waffen mit sich bringt. Amnesty will möglichst viele Unterschriften sammeln für eine Petition, die den amerikanischen Präsidenten auffordert, bei der UNO-Konferenz in diesem Monat einen Vertrag zu unterzeichnen, der den Handel von Waffen begrenzt. Die USA sind weltweit der größte Exporteur von Waffen.

Frauenrechte schützen

„Unser Ziel ist, dass Obama endlich, nach 20 Jahren, den Waffenkontrollvertrag unterzeichnet, dass der Vertrag nicht verwässert wird, und auch, dass damit Frauen- und Mädchenrechte geschützt werden. Sie stehen in der Schusslinie, wenn es um Kleinwaffen geht“. Selmin Çaliþkan, die neue Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International hält die kurze Ansprache, die den Bürgern erklärt, worum es bei der Aktion geht. Ein Schwerpunkt ist zudem, darauf aufmerksam zu machen, wie stark auch Frauen in Kriegen leiden. Traumatisierte Soldaten bringen oft Gewalt in ihre Gemeinden und Familien mit. Der Samstag ist erst Çaliþkans zweiter Arbeitstag in der Spitzenfunktion bei Amnesty International.

Dass die neue Generalsekretärin gleich in Erlangen auftritt, freut die ai-Mitglieder vor Ort. „Es ist ein große Ehre für uns“, sagt etwa Ulrike Pfeifenberger, die die Aktion in der Fußgängerzone mitorganisiert hat. Çaliþkan wirkt offen und entspannt, ganz unpretentiös steht sie zwischen den anderen Aktivisten und redet und diskutiert mit ihnen. Sie hat vor der Demonstration an einer Regionalversammlung teilgenommen, zu dem sich die bayerischen ai-Bezirke in Erlangen getroffen hatten.

„Ich will die ai-Basis kennenlernen“, sagt Çaliþkan, „damit wir in Berlin richtige Entscheidungen treffen“. Die Generalsekretärin legt offensichtlich großen Wert auf den Input der ai-Gruppen vor Orten: Es sei wichtig, betont sie, „dass die Diskussion über politische Schwerpunkte mit der Basis geführt wird “. 

Ralf Kohlschreiber

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