Mittwoch, 16.01.2019

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Alle peilen Erlangen an

Bei dem Spiel „YOKIHEE“geht’s um Fairness und Verständigung - 15.09.2015 16:54 Uhr

Die Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens ist am Zug, die übrigen Spielteilnehmer im Siemens MedMuseum schauen ihr gespannt zu. © Foto: Selina Bettendorf


In dieser Gruppe spielten eingeladene Gäste der Spielgründerin zum ersten Mal das neu entwickelte Kommunikationsspiel. Frank Höppel und Felizitas Traub-Eichhorn als Stadträte, die Leiterin des Siemens MedMuseums Doris Vittinghoff, der Vertreter der Montessori Schule Detlef Rohdenburg und Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens.

Begonnen hat alles mit der Kinderbuchautorin Margrit Vollertsen-Diewerge und dem Verband deutscher Schriftsteller Bayern. Sie gründete das Bildungsprojekt Schulen, Sprachen, Partnerstädte. Die Autorin war durch ihren Beruf in den Partnerstädten und deren Schulen sehr aktiv. Sie begann daher; Märchen über die jeweiligen Städte zu schreiben. Zu den zwölf Partnerstädten von Erlangen existieren nun zwölf Märchenbücher von Vollertsen-Diewerge, inklusive Hörbüchern vorgelesen von „Native Speakern“. Diese Bücher bildeten die Grundlage für das Spiel.

Sowohl Erlanger Schulen, als auch die Schulen in den Partnerstädten nahmen teil und zeichneten die Figuren und Verkehrsmittel, welche in den Büchern und in dem Spiel vorkommen. Schon bei den Kinderzeichnungen entdeckt man Unterschiede zwischen den Ländern. Mithilfe der Montessori Schule wurde das Kommunikationsspiel „YOKIHEE“ entwickelt.

Bei dem Brettspiel bewegt man sich mithilfe von Tieren aus den zwölf Büchern fort, und versucht von seiner Partnerstadt aus schnellstmöglich nach Erlangen zu gelangen. Dadurch entdecken die Spieler, wie weit die verschiedenen Städte von Erlangen entfernt sind und mit welchen Mitteln man die Strecke überwinden kann. Außerdem sind alle entsprechenden Sprachen – insgesamt 25 — im Spiel mit einbezogen. San Carlos hat mit 12 000 km die weiteste Entfernung, Jena mit 230 km die kürzeste.

Hugenottenstadt als Ziel

Gewonnen hat das Spiel, wer als erstes von seiner Partnerstadt aus nach Erlangen gekommen ist, und dabei möglichst viele Goldnuggets erspielt hat. Goldnuggets bekommt man in diesem Spiel durch Fairness. „Wenn zum Beispiel einer über das Wasser muss aber kein Schiff hat, versucht man dem anderen zu helfen. Das gibt Fairness Punkte. In dem Spiel geht es nicht bloß ums gewinnen sondern ums kommunizieren“ erklärt die Autorin.

Das klingt zunächst unlogisch, da es bei den meisten Brettspielen weniger um Fairness geht. Aber genau das ist der Punkt. „Ich will mit dem Spiel erreichen, dass die Schüler die Partnerstädte kennenlernen und genau wissen wo sie leben. Durch das Spiel soll die Kooperation zwischen Schulen angekurbelt werden. Völkerverständigung ist das Ziel. “, erklärt Erfinderin Vollertsen-Diewerge.

Bisher gibt es nur eine Version des Spieles. Schulen oder Bürgertreffs beispielsweise können das Spiel ausleihen, oder es einfach nachbauen. 

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