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Nach der kampfbetonten, aber auch spielerisch ansprechenden 2. Bundesligabegegnung hält der HC Erlangen damit weiterhin den Anschluss an die Tabellenspitze.
In der Ernst Grube Universitätssporthalle erlebten die über 1500 Zuschauer — darunter nahezu 150 Erlanger Fans, angeführt vom Block „B“ — eine Begegnung mit Derbycharakter. Die Spannung sollte über die gesamte Spielzeit nicht abreißen. Von der ersten Minute an hellwach und mit hoher Treffsicherheit gelang den Schützlingen von Trainer Frank Bergemann ein Wunschstart nach Augenmaß. Da war eine couragiert zupackende Abwehr, in der Oliver Hess die verwaiste Innenblockposition von Georg Münch mit ansprechender Leistung annahm, und ein Andy Bayerschmidt im Tor, der einmal mehr Garant für die wenigsten Gegentreffer des HCE in der Liga war und frühzeitig einen Siebenmeter entschärfte.
Beeindrucken konnte aber auch ein überlegtes und schnelles Angriffsspiel mit einem fantastischen Torjäger Daniel Pankofer gepaart mit einem effizienten Konterspiel, das einige Male durch Ballgewinne aus einer äußerst konzentrierten Abwehrarbeit zum 7:3 Zwischenstand (11.) führte.
Trotz eines Timeout des SC DhfK hielten die Erlanger die Gastgeber auf Distanz. Und auch eine Häufung von Zwei-Minuten-Strafen gegen den HCE, wobei frühzeitig Claudio Schneck seine zweite Zeitstrafe erhielt, brachte die „Bergemänner“ nicht von ihrer Erfolgsspur ab. Zwei Mal gelang es Ben Schwandner, in doppelter Unterzahl zu treffen. Ins Schwitzen brachte Trainer, Mannschaft wie Fans die Hereinnahme von Michail Galia ins Leipziger Tor, dessen Bruder Martin tschechischer Nationaltorhüter ist. Ein Timeout des HCE brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Drei Hochkaräter wurden vergeben, ehe es Kapitän Daniel Stumpf vorbehalten war, im Nachwurf auf 14:12 zu erhöhen. Und auch nach der Pause traf der Kapitän glänzend angespielt von Daniel Pankofer zum 15:13.
Bergemanns Schachzug, für den rotgefährdeten Claudio Schneck Neuzugang Nico Link in der Abwehr und am Kreis einzubauen, war erfolgreich. Am Kreis wurde der Zweimetermann immer stärker als Anspielstation gesucht, und die Abwehr fand im Verbund mit dem vorgezogenen Hannes Münch zu noch stärkerer Geschlossenheit, ohne in der 2. Halbzeit noch eine einzige Zeitstrafe zu kassieren. Der Schlagabtausch der Tabellennachbarn hielt an. Letztmals ging Leipzig Mitte der zweiten Halbzeit per Siebenmeter mit 21:20 in Führung. Dann folgten drei Treffer in Folge durch Daniel Pankofer und danach waren es ein mutiger Andy Bayerschmidt im Tor und ein kämpferischer Christoph Nienhaus in Abwehr und Angriff, die die endgültige Entscheidung zum 27:23 in der 57. Minute herbeiführten.
In seinem Resumee bringt Trainer Frank Bergemann die Anerkennung für seine Mannschaft zum Ausdruck. „Wir haben gegen eine erfahrene und starke Mannschaft bestanden und verdient die Punkte mitgenommen. Die Ausgangslage war alles andere als einfach.“
