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Ausgezeichnet: "Garten des Jahres" in Erlangen

Preisgekrönte Oase überzeugt im Gesamtkonzept mit Haus und Pool - 12.03.2016 18:00 Uhr

Im Garten nimmt die üppige Bepflanzung den Anlagen um den Pool die Strenge.

Im Garten nimmt die üppige Bepflanzung den Anlagen um den Pool die Strenge. © Fotos: Gertrude Heider


Klare, strenge Formen, die Einbeziehung des Waldes, in dem das Grundstück liegt, und die Licht- und Schattenwirkung der großen Kiefern, die Heidrich geschickt nutzte. Das hat die Jury des in München ansässigen Callwey-Verlags überzeugt. Der Herausgeber von Gartenbüchern und einschlägigen Zeitschriften hat den Wettbewerb ausgelobt. Zusammen mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur und einem Baustoff-Hersteller. Eine sechsköpfige Jury vergab den mit 5000 Euro dotierten Siegerpreis und drei weitere Auszeichnungen.

Der Garten des Jahres liegt im Osten von Erlangen. Wie Andreas Heidrich sagt, haben die Bauherren mit einer Neugestaltung der Fassade auch die 870 Quadratmeter messenden Außenanlagen neu gestalten lassen, mit einem Pool und eben dem Garten. Deshalb betont Heidrich, dass sein Werk auch das des Erlanger Architekten Tim Gräßel ist. Eine gelungene Zusammenarbeit des Bau- und des Gartenbaukünstlers. Auf die klaren modernen Formen der Fassade und auch des Pools habe der Garten sozusagen antworten müssen.

Die Pflanzen lassen den ganzen Garten mit seinem formalen Grundkonzept nicht hart, sondern klar strukturiert erscheinen. Mit wuchtigen Blockstufen gestaltete Heidrich die Anlagen am Eingang zum Haus.

Die Pflanzen lassen den ganzen Garten mit seinem formalen Grundkonzept nicht hart, sondern klar strukturiert erscheinen. Mit wuchtigen Blockstufen gestaltete Heidrich die Anlagen am Eingang zum Haus.


Und die Besitzer hatten laut Heidrich auch den Wunsch nach einer vielfältigen und üppigen Bepflanzung. So habe er Strenge und Üppigkeit zu den beiden gleichwertigen Themen für seine Planung gemacht — und auch Licht und Schatten. So entstanden mehrere ineinander übergehende, offene Gartenräume, die eine Einheit bilden. Es gibt verschiedene Sitzplätze, mit denen Heidrich Gelegenheit geben will, aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf Haus und Garten zu schauen — und das Zuhause so abwechslungsreich zu erleben.

Durch die Fülle der Pflanzen wirken die geometrischen Flächen am Pool, die geraden Mauern, die Beläge aus Dolomit und die wuchtigen Treppen nicht hart und streng, sondern strukturiert und klar. So sah es auch die Jury und bescheinigt dem Herzogenauracher großes gestalterisches Know-how. Zugleich, so die Wertung, habe Heidrich es geschafft, den Pflanzen des Gartens nicht den Lebensraum zu nehmen. Er habe sie vielmehr ideal in sein Vorhaben eingebunden.

Heidrichs Gartenwerk und die 50 schönsten der 150 Einsendungen im Wettbewerb „Gärten des Jahres“ sind mit vielen Fotos in dem gleichnamigen Buch des Callwey Verlags zu sehen. Zu haben ist es in Herzogenaurach bei Bücher, Medien und mehr. 

RAINER GROH

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