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Barrierefreiheit beim Tunnel in Baiersdorf

Der Bauausschuss beriet vor Ort über die Lösung des Steigungsproblems - 14.09.2017 11:40 Uhr

Das Licht am Ende des Tunnels könnte für Rollstuhlfahrer durch den Einfall von Andreas Galster wahr werden: Mit der Rampe zum Gewerbegebiet Münchswiesen hin könne man doch schon im Tunnel beginnen, meinte Galster bei der Begehung. © Foto: Dieter Köchel


Dieser Weg ist eine wichtige Verbindung für Fußgänger, Radfahrer, aber eben auch für Menschen mit Behinderung zwischen dem Bahnhof und den Münchswiesen. Zwar ist der Weg im Tunnel eben, doch zum Gewerbegebiet hin mündet er in eine Steigung, die geschätzt acht bis neun Prozent haben dürfte. Das ist für einen Rollstuhlfahrer nicht zu bewältigen.

Zunächst erschien als einzige Lösung des Problems, die Rampe zum Kreisverkehr hin zu verlängern. Das würde bedeuten, dass die Stadt vom Besitzer des angrenzenden Grundstücks rund 100 Quadratmeter Boden benötigte. Das Pikante daran, wie Johann Mörixbauer (SPD) anmerkte: Die Stadt müsste hier ein Grundstück zurückkaufen, das sie vor wenigen Jahren erst verkauft hat. Zudem müsste hier viel Erde aufgefüllt werden, da es sich um eine relativ hohe Böschung handelt.

Somit rechneten die Stadträte, kämen hier auf die Stadt voraussichtlich alles in allem über 100 000 Euro an Kosten zu. Das wollte einigen Räten nicht schmecken.

Die – vielleicht – zündende Idee hatte Bürgermeister Andreas Galster (CSU), als er am Rande des Tunnels stand. "Wenn man", sinnierte er, "schon im Tunnel mit der Steigung begänne und diese um die Kurve fortführen würde, wäre es möglich, die Steigung insgesamt auf sechs bis sieben Prozent zu drücken." Dann bräuchte die Stadt keinen Quadratmeter zusätzlichen Bodens, um die Barrierefreiheit zu verwirklichen.

Das wirkte einleuchtend genug, dass die Verwaltung den Auftrag erhielt, die Steigung aus der Unterführung heraus zu prüfen. Zum einen sollen dafür die Kosten ermittelt werden, zum andern muss getestet werden, ob der Tunnel dann für Radfahrer noch hoch genug ist.

Parallel dazu soll jedoch der Bürgermeister mit dem Grundstückbesitzer reden, ob dieser grundsätzlich bereit wäre, für die Wegverlängerung ein Stück seines Besitzes abzuzwacken und wenn ja, zu welchen Konditionen.

Da man gerade so schön am Kreisverkehr beisammen stand, machte Karl-Heinz Roll (ÖWG ) darauf aufmerksam, dass die "Vorfahrt-achten-Schilder" für Radfahrer nicht nur schwer zu sehen sind, sondern für die Radler auch noch ein Hindernis darstellten. Denn die Schilder stehen zirka zehn Zentimeter in den Weg hinein. An dieser Stelle aber ist das Radfahren im Begegnungsverkehr erlaubt.

Das, sagte Roll, sei eine unnötige Gefahrenquelle, die man durch Versetzen der Schilder leicht beseitigen könne. Auch hier soll im Einvernehmen mit der Straßenbaubehörde nach einer Lösung des Problems gesucht werden. 

DIETER KÖCHEL

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