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Donnerstag, 20.09.2018

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Bild mit Geschichte in Bubenreuth

Besonderes Gemälde für den Heimatverein - 28.06.2018 11:30 Uhr

Jenny Sidhu, Kunstmaler Helmut Glaßl, Josef Stadler und die Heimatvereins-Vorsitzende Annemarie Paulus (v.li.) mit einem ganz besonderen Gemälde. © Heinz Riess


Vor 50 Jahren hat der Bubenreuther Kunstmaler Helmut Glaßl ein Bild seiner alten Heimat, der Musikstadt Schönbach (heute: Luby) gemalt. Dieses Bild sollte seine Landsleute an das Schönbacher Ländchen erinnern, deshalb stellte er es der damaligen "Kantine", die ein Treffpunkt der aus dem böhmischen Musikwinkel vertriebenen Geigenbauer war, zur Verfügung.

Das Bild zeigt einen Blick des Weges von der Spitalkapelle bis hoch zur Andreaskirche. Doch es hat auch eine Odyssee hinter sich. Insgesamt sechs Pächter der Kantine übernahmen das 120 mal 70 Zentimeter große Ölbild und beließen es in der Wirtsstube. Als das traditionelle Gasthaus mit dem Namen "Zum Geigenbauer" 1997 seine Türen für immer schloss musste die "Eghalanda Gmoi’z Bubenreuth" ein neues Domizil suchen. Die Wahl fiel auf das Gasthaus "Zur Post". Der frühere Vorsitzende der Gmoi, Josef Horner, kaufte in letzter Sekunde das Bild dem Pächter ab, denn ohne einen Bezugspunkt wollte er nicht in das neue Vereinsheim einziehen. Somit ist das mittlerweile 30 Jahre alte Schönbach Bild des heute 88-jährigen Helmut Glaßl mit umgezogen.

Den Dunst und Grauschleier von 30 Jahren "Kantine" entfernte Kunstmaler Glaßl im August 1997 und zur damaligen Enthüllung im Saal der Gaststätte zur Post erschien die Gmoi in Egerländer Tracht. Damit die Besitztumsverhältnisse für alle Zeit geklärt sind, stiftete offiziell der Ehrenvüarstaiha Oswald Kunstmann am 8. September 1997 das Bild der Eghalanda Gmoi’z Bubenreuth.

Kunstmann ahnte damals nicht, dass sich die 1957 in Bubenreuth gegründete Eghalanda Gmoi z’Bubenreuth im Jahr 2004 auflösen würde und sich auch in der Gaststätte "Zur Post" mittlerweile vier Pächter die Klinke in die Hand gaben.

Nach weiteren 20 Jahren haben nun die verbliebenen Gmoi-Mitglieder beschlossen, das Bild dem Bubenreuther Heimatverein zu übergeben – noch einmal restauriert. Heimatvereins-Vorsitzende Annemarie Paulus ist glücklich, denn das Bild "gehört zur Geschichte von Bubenreuth". Sie bedankte sich bei Josef Stadler, dem letzten Gmoi-Vorsitzenden, beim Künstler und Restaurator Helmut Glaßl und der Wirtin der Gaststätte, Jenny Sidhu. Die versprach, auf das Bild aufzupassen und es weiterhin gut sichtbar im Gasthaus "Zur Post" aufzuhängen. 

HEINZ RIESS

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