Mittwoch, 14.11.2018

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Bis 8. Dezember kostenlos ins Erlanger Stadtmuseum

Einrichtung will Besucher mit besonderen Aktionen locken - 31.08.2018 18:00 Uhr

In Finnland sagt man: Ich warte hier mit dem Bart im Briefkasten!. Und in Palästina: Es ist eine Ziege, selbst wenn sie fliegt. Woher diese Redewendungen kommen? Was sie wohl bedeuten? Rolf-Berhard Essig kennt die Antworten. © Harald Sippel


"Zeich(n)en der Zeit – Comic-Reporter unterwegs" ist abgebaut. Bis zur nächsten Sonderausstellung im Stadtmuseum dauert es noch etliche Wochen. Was tun? Ab sofort kann man bis 8. Dezember Erlangens Stadtgeschichte bei freiem Eintritt erkunden und dabei Neues entdecken.

Der Rundgang durch die Dauerausstellung führt von der Erstbesiedlung der Region bis zur Ersterwähnung Erlangens 1002, geht über zur Stadterhebung im 14. Jahrhundert und endet 1706 beim großen Brand der Altstadt. Es folgen die Gründung der barocken Plan- und Neustadt (1686) und deren Aufstieg von einer Kolonie für französische Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) zur erfolgreichen "Fabrikstadt" im 18. Jahrhundert mit Residenz und Universität. Weiter geht es mit einem Blick auf Erlangen im Industriezeitalter (ab 1860) und auf den Wandel der Stadtgesellschaft über die beiden Weltkriege und die NS-Zeit bis zur "Siemens-Stadt" um 1960. Dabei kann jeder Besucher entweder das Museum alleine erkunden oder sich den geführten "Streifzügen durch Erlangens Geschichte" sonntags um 11 Uhr anschließen. Diese öffentlichen Streifzüge erläutern, ausgehend von herausragenden Exponaten, eine Epoche.

Schenkungen werden gezeigt

Das Stadtmuseum beteiligt sich am "Tag des offenen Denkmals" am 9. September zudem mit besonderen Themenführungen und Mitmachaktionen, die das diesjährige Motto "Entdecken, was uns verbindet" aufgreifen. Mehrere kurze Rundgänge durch die Dauerausstellung befassen sich mit Themen der Zuwanderungs- sowie der Sozial- und Industriegeschichte über die Jahrhunderte. Eine kleine Ausstellung von neuen Schenkungen für die Museumssammlung zeugt von der Bindung der Bürger an ihre Stadt und ihr Museum. Kinder können sich, unterstützt von ihren Eltern, mit dem Stadterkundungsspiel "Tour Magique" auf eine Zeitreise durch die Hugenottenstadt begeben. Darüber hinaus können sie im Museum bei Zeichenaktionen mitmachen und das Anspitzen mit historischen Präzisionsspitzern üben. Aus den Vorjahren wiederholt wird auch die Stadtführung "Von Denkmal zu Denkmal – ein historischer Stadtspaziergang zwischen Stadtmuseum und Siemens MedMuseum" zur Geschichte der beiden Museen und der auf dem Weg liegenden Denkmäler.

Rolf-Bernhard Essig, der "Indiana Jones der Sprachschätze", macht sich ab Ende September mit den Besuchern des Stadtmuseums auf den Weg durch das "Redensartenreich" des Stadtmuseums. Danach weiß man "wie die Römer reinen Tisch machten, welche schlagende Verbindung es zwischen Pauke, Pauker und Standpauke gibt, was ,den Kanal voll haben‘ mit der Liebesgöttin zu tun hat oder warum man ,bis in die Puppen‘ tanzt". Ergänzt wird die Führung durch eine "lustige Sprichwort-Sprechstunde" (Termine: 27. September und 18. Oktober jeweils ab 19 Uhr, 4. November ab 11 Uhr und 25. November ab 14 Uhr. Zusätzlich werden Sprichwort-Touren mit den Museumspädagogen des Erlanger Stadtmuseums an folgenden Tagen angeboten: Donnerstage (4. 10, 11. 10., 25. 10., 8. 11., 15. 11., 22. 11. und 29. 11. jeweils 19 Uhr)

Am 25. November hat ab 11 "Schlag den Essig!", der Sprichwort-Slam des Bambergs, Premiere in Erlangen. Hier darf das Publikum den Sprichwort-Experten Rolf-Bernhard Essig auf Herz und Nieren prüfen. 

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