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Unter der Überschrift „Brucker Sponsorenverträge: Ein Fall für den Staatsanwalt?“ hatten die EN Verträge zwischen dem Fußballverein FSV Bruck und zwei vermeintlichen Gönnern thematisiert, die Vielen äußerst dubios erscheinen.
Ein angeblicher Sponsor, der Inhaber einer renommierten Kommunikationsagentur in München ist, bestreitet, einen Vertrag mit dem FSV Bruck unterzeichnet zu haben, in dem er finanzielle Hilfen zusagt. Der vermeintlich Sponsor hat den Münchner Rechtsanwalt Rudolf Griesam eingeschaltet und über seinen Rechtsbeistand erklären lassen: Die Unterschrift unter der Vereinbarung stamme überhaupt nicht von ihm.
Einen anderen Sponsor, der dem FSV Bruck jährlich 45000 Euro schenken wollte, scheint es überhaupt nicht zu geben: Ein Ulrich Krem, der laut dem Vertrag in der Assenbucher Straße 50 in Berg am Starnberger See wohnt, existiert nicht.
Der damalige Präsident Manfred Hopfengärtner, der für den FSV Bruck die Verträge gezeichnet hatte, erklärte zu der Affäre, er sei von dem Vermittler der Verträge, von Dominik Schreiter, der in der Jugend für den FSV gekickt hatte, „hinters Licht“ geführt worden. Schreiter habe ihm die Verträge fertig vorgelegt — schon versehen mit den Unterschriften der angeblichen Gönner.
Dominik Schreiter hingegen hatte gegenüber den Erlanger Nachrichten geäußert, er habe den Vertrag nicht formuliert.
Zu dem Kontrakt zwischen dem FSV und Ulrich Krem sagte Schreiter, er habe einen Briefumschlag von Hopfengärtner bekommen, den er an einen Mitarbeiter der Firma Krem übergeben habe. Ein Umschlag, den er danach erhalten habe, sei von ihm an Hopfengärtner weitergegeben worden. Pikant an der Angelegenheit ist darüber hinaus eine besondere Klausel in den Verträgen: Die finanziellen Hilfen gelten nur, wenn Hopfengärtner Präsident des FSV bleibe. Hopfengärtner war zu diesem Zeitpunkt beim FSV Bruck umstritten, seine Wiederwahl stand auf der Kippe.
Unabhängig von der Sponsoren-Affäre gibt es vom FSV Bruck auch positive Signale. Der Verein versucht offensichtlich durch den Verkauf des Vereinsheims und des A-Platzes eine Insolvenz abzuwenden, die durch offene Rechnungen an Sozialversicherungsträger droht. Die Stadt Erlangen steht nach EN-Informationen dem Ansinnen des Vereins aufgeschlossen gegenüber und kann sich durchaus eine Änderung des geltenden Planungsrechtes beim FSV vorstellen. Damit wäre der Verein erst einmal kreditwürdig und bei einem späteren Verkauf — es soll schon Interessenten geben — ausreichend solvent.
Besprochen wird das Thema zunächst auf der Mitgliederversammlung des Vereins. Das Treffen findet am kommenden Montag statt.
So. 12.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Di. 21.05.13
Di. 21.05.13