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Diese Musik erobert eigentlich ganz von allein jede Tanzfläche. Doch um ganz auf Nummer Sicher zu gehen, startet die Erlanger Weltmusik-Formation „Bülbül Manush“ ihr Konzert in der vollen E-Werk-Clubbühne (nicht nur sprichwörtlich) mit Pauken und Trompeten inmitten der Zuhörer.
Es ist schon eindrucksvoll, in welch schneller Zeit dieses vielköpfige Musiker-Kollektiv eine Sonderstellung in der regionalen Musik-Szene eingenommen hat. Denn hier wird auf hohem Niveau ein pulsierender Sound präsentiert, wie man ihn eher in den Subkultur-Clubs „echter“ Großstädte vermuten würde.
Die „Nachtigallenmenschen“ (so die eigene Übersetzung der Band für „Bülbül Manush“) veranstalten eine musikalische Rundreise durch ganz Europa. Stationen sind Italien, die Ukraine oder die Türkei. Ost, West, Süd, Nord. Das Konzept, Volkslieder aus allen Herren Länder mit „musikalisch-unorthodoxen Methoden“ aufzupeppen, geht voll auf. Übrigens auch auf der exzellenten Debüt-CD (erhältlich beim „Schallplattenmann“ in der Fahrstraße).
Kulturelle Grenzen werden an diesem Abend mit jeder Menge Spielfreude, aber auch musikalischer Eleganz, aufgehoben. Selbst ein paar kleine technische Pannen — bei über einem Dutzend Musiker auf kleinster Bühne kann so was schon mal vorkommen — trüben die Feierlaune nicht.
Vor allem die wilden Bläser sorgen in bester Balkan-Beat-Manier für treibende Rhythmen. Die Welt wird bei „Bülbül Manush“ zum tanzenden Dorf.
