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Das Ziel der SGS Erlangen heißt Landesliga

Die Volleyballerinnen haben in dieser Saison noch nicht verloren - 06.12.2017 16:26 Uhr

Jetzt läuft es im Zuspiel wieder: Mit Anja Grund und Katja Kunze hat die SGS Erlangen (schwarze Trikots) wieder ein gutes Gespann auf der Spielmacher-Position. © Anestis Aslanidis


Das Ziel ist klar: "Wir wollen den Aufstieg komplett machen, wir wollen direkt aufsteigen", sagt Katja Kunze. In der Vorsaison war die SGS noch in der Relegation gescheitert, Platz eins und damit den direkten Aufstieg hatte das Team an den letzten beiden Spieltagen noch aus der Hand gegeben. Und auch in der Relegation fehlte ihnen das Glück – und eine etatmäßige Zuspielerin.

Das lag zum einen am Kreuzbandriss von Jennifer Maier, zum anderen auch daran, dass Katja Kunze ein Jahr Baby-Pause eingelegt hatte. Nun ist Kunze zurück, als Diagonalangreiferin kann sie Maier gut vertreten. "Außerdem haben wir mit Anja Grund noch eine neue Zuspielerin", sagt die 30-Jährige. "Sie hat vorher in der Bayernliga gespielt. Nun hat sich das Zuspiel stabilisiert, deshalb läuft es wieder sehr gut."

Acht Spiele haben die Erlangerinnen bereits hinter sich, achtmal haben sie gewonnen. An der Tabellenspitze steht mit einem Punkt Vorsprung dennoch das Reserve-Team des TV Altdorf. "Wir haben einmal erst im fünften Satz gewonnen", sagt Kunze. Im Volleyball ergibt das dann nur zwei anstatt der üblichen drei Siegpunkte. Verloren ist deshalb aber noch lange nichts.

"Der Tabellenzweite spielt die Relegation, das wollen wir auf jeden Fall vermeiden", sagt Kunze. Die Chance, auf Platz eins zu springen, bietet sich der SGS noch in diesem Kalenderjahr, am 16. Dezember steht das Auswärtsspiel beim TV Altdorf an, also das direkte Duell der beiden besten Teams der Liga.

Die Zweitvertretung ist erst in die Bezirksliga aufgestiegen, Platz eins in der neuen Klasse kommt also durchaus überraschend. Doch wie es klappen kann mit einer perfekten Saison haben die Altdorferinnen bewiesen: Aufgestiegen sind sie aus der Bezirksklasse Nord mit 14 Siegen in 14 Spielen.

Die anderen Teams in der Bezirksliga hinken nun zumindest punktemäßig weit hinterher. "Doch die Ergebnisse sehen deutlicher aus als die Spiele an sich sind", sagt Kunze. "Manche Sätze waren richtig knapp. Deswegen können wir uns auch nie ganz sicher sein, oben mitmischen zu können." Zwar gehört die Erlanger Mannschaften nicht zu den jüngsten, dennoch sind die Spielerinnen vor allem zu Satzbeginn meist noch nervös und leisten sich zu viele Fehler in der Annahme. "Alle haben eben ein gesundes Lampenfieber."

Ein Jahr ohne Sport

Auch am Doppelspieltag am Samstag war das so. Zwar gewann die SGS zweimal mit 3:0 und auch die Sätze waren deutlich. Gegen die dritte Mannschaft des TSV Ansbach hieß es am Ende 25:13,25:14,25:18, gegen die DJK Allersberg 25:14,25:18,25:16 — und doch gab es einige Situationen, in denen die Erlangerinnen unsicher wirkten. "Wir lagen im ersten Satz gegen Allersberg anfangs sogar zurück", sagt Kunze. Die Sicherheit kam erst im Lauf des Spiels. Doch sie kam.

Bei Katja Kunze war das zu Saisonbeginn genauso. "Ich hatte ein Jahr kein Sport gemacht", sagt die 29-Jährige. "Doch ich war froh, wieder dabei zu sein. Ich spiele seit 19 Jahren Volleyball. Das gehört für mich einfach dazu zum Leben." Seit 2012 trägt die Diagonalangreiferin das SGS-Trikot. Bei Heimspielen sitzt nun ihr kleiner Sohn auf der Tribüne. Bislang gab es dort nur Siege zu bejubeln. Wenn das so bleibt, klappt es auch mit dem lang ersehnten Ziel, mit dem Aufstieg in die Landesliga. 

Katharina Tontsch Sportredakteurin in Erlangen E-Mail

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