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Donnerstag, 15.11.2018

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Die Erlanger sind mit ihrer Stadt sehr zufrieden

92 Prozent leben gern hier — Hauptärgernis bleibt der Verkehr - 09.11.2018 11:00 Uhr

Die Sicherheits-Poller am Eingang zur Bergkirchweih an der Bergstraße werden von 94 Prozent der Erlanger positiv bewertet. © Harald Sippel


Ein Dauerbrenner bei der Frage nach den größten Problemen in der Stadt ist der Verkehr, gefolgt vom Wohnungsmarkt. 44 Prozent der Erlangerinnen und Erlanger sagen, die Situation sei verbesserungsfähig. Vor allem die Staus im morgendlichen Berufsverkehr an den Talübergängen seien ein Ärgernis. Im öffentlichen Nahverkehr stehen heuer erstmals die hohen Fahrpreise an erster Stelle der Beschwerden.

25 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger sind mit dem Wohnungsmarkt in Erlangen nicht zufrieden. Beklagt werden die hohen Mieten und die stark gestiegenen Preise für Immobilien und Bauland. Das oft diskutierte Thema Nachverdichtung beschäftigt dagegen nur 3,4 Prozent der Befragten.

Kaum ein Thema ist in Erlangen der Umgang mit Ausländern und Aussiedlern. Lediglich 2,3 Prozent haben Probleme mit Flüchtlingen und Asylbewerbern. Bei Sicherheit und Kriminalität hält lediglich ein Prozent der Befragten Erlangen für zu gefährlich. Lob gibt es für die Stadt Erlangen selbst. Nur 2,9 Prozent der Bürger sind mit der Arbeit der Stadtverwaltung unzufrieden.

Die alle zwei Jahre durchgeführte Befragung der Erlangerinnen und Erlanger unterscheidet sich immer wieder in den Fragestellungen. Wie Thorsten Kempf, Leiter des Amts für Statistik und Stadtforschung, erklärt, können sich alle zwei Jahre auch städtische Abteilungen in den acht Seiten umfassenden Fragebogen einbringen.

Diesmal war es unter anderem die Stadtbibliothek, die wissen wollte, wie sie ihr Angebot verbessern könne. Denn 53 Prozent der befragten Bürger gaben an, nie das Angebot der Stadtbibliothek zu nutzen. Bei interessanten Lesungen oder Vorträgen und Buchvorstellungen könne sich das jedoch ändern. Insgesamt verzeichnete die Stadtbibliothek 425 300 Besuche.

Auch die erstmals 2017 eingeführten Sicherheitsmaßnahmen während der Bergkirchweih wurden von den befragten Erlangerinnen und Erlangern bewertet. Eine überwältigende Mehrheit begrüßte die Maßnahmen. So äußerten sich 94 Prozent positiv über die Poller am Eingang zum Festgelände, 91 Prozent befürworteten die Taschenkontrollen beim Zugang und private Ordnungskräfte auf dem Berggelände. 96 Prozent gefielen die "Rettungsinseln" für Frauen und Mädchen, 98 Prozent lobten die Polizei und immerhin noch 83 Prozent befürworten, dass Ordnungskräfte gegen das "Wildpinkeln" eingesetzt wurden.

"Schönes Ergebnis"

Nicht fehlen darf bei der Befragung natürlich die Nutzung der Geschäfte in der Innenstadt. Hier liegt die Fußgängerzone mit den "Arcaden" südlich der Henkestraße ganz klar vorn. 71 Prozent der Erlangerinnen und Erlanger gehen dort zum Einkaufen hin, in der Neustadt sind es 51 Prozent, in die Altstadt 30 Prozent und im Zollhausviertel kaufen 17 Prozent ein.

Für Oberbürgermeister Florian Janik ist vor allem die 92-prozentige Zustimmung, gern in Erlangen zu leben, "ein schönes Ergebnis und mit den anderen Fragen ein Instrument, die Stadt weiter zu bessern".

https://www.erlangen.de/Portaldata/1/Resources/080_stadtverwaltung/dokumente/statistik/13-4_B_2018_6.pdf 

emr

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