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Die Zeit drängt, denn bis 30. April müssen der Lizenzantrag für die 1. Liga gestellt und eine taugliche Spielstätte genannt werden. Die Hiersemann-Halle würde laut HCE nicht akzeptiert werden (wir berichteten).
Das Sportamt hat sich zur Unterstützung des HCE in die Bemühungen um eine Lösung eingeschaltet. In Betracht kämen drei Varianten: Ein Umbau der Hiersemann-Halle, ein Sportzelt mit Stahlrohrtribünen oder der Umbau einer leeren Gewerbehalle. Die ersten beiden scheiden jedoch aus Kostengründen zunächst aus. Ein Ortstermin mit einer Fachfirma hat ergeben, dass die Hiersemann-Halle selbst mit teuren Maßnahmen nicht ausreichend ausgebaut werden könnte.
Ein wenig sei die Kapazität der traditionsreichen Spielstätte schon zu erhöhen, sagt Petra Zerrahn, stellvertretende Sportamtsleiterin. Deshalb werde man, falls sich keine andere Lösung finden lässt, versuchen, auf dieser Grundlage mit der Handballbundesliga (HBL) über eine Ausnahme zu verhandeln. Auch der VfL Gummersbach spielt derzeit – bis zur Fertigstellung einer neuen Arena – in einer eigentlich nicht HBL-tauglichen Halle.
Vorrang hat vorerst aber die Suche nach einer Gewerbehalle, die mit einem Handballboden und Tribünen ausgestattet werden könnte. Zunächst hatte man die ehemaligen Sparkassengebäude auf dem Gossengelände ins Auge gefasst.
Die sind aber zu niedrig. Mindestens acht Meter hoch und 2600 Quadratmeter groß müsste so eine Halle sein. „Wer so etwas anzubieten hat, möge sich bitte melden“, sagt Zerrahn. Derzeit wartet sie auf die Rückmeldung eines Maklers, der möglicherweise ein passendes Gebäude hat.
Einzelheiten will sie aber noch nicht nennen. In Betracht kämen theoretisch auch die Gewerbehallen, die eine Münchner Agentur im Stadtwesten plant. Die wären aber erst in neun Monaten verfügbar.
Welche Kosten für Miete, Boden, Tribünen und Betrieb mit so einem Umzug verbunden wären, ist noch nicht absehbar. Klar ist nur, dass der HCE das allein nicht stemmen kann und auf Unterstützung von Sponsoren oder seitens der Stadt angewiesen wäre. Letzteres erscheint angesichts der kontroversen Hallenneubau-Diskussion schwierig.
Bürgermeisterin Birgitt Aßmus hofft auf eine Lösung: „Ich bin für alles offen“, sagt sie und stellt noch klar, dass der Oberbürgermeister eine Antwort auf das Schreiben von HCE-Aufsichtsratschef Carsten Bissel keinesfalls schuldig geblieben ist. Er sei mit einem Brief vom vergangenen Freitag über das weitere Vorgehen informiert worden.
