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Aber nicht nur an den Gliedern ändert sich einiges im Verband, auch am Kopf: Am 28. März wird der Stadtverband einen neuen Vorsitzenden wählen müssen, weil der seit über sechs Jahre amtierende Karl-Heinz Lindner offenbar zu viel Herz im Verband gelassen hat und gesundheitlich angeschlagen ist. Einen möglichen Nachfolger nannte Lindner nicht, die Vorstandschaft habe aber bereits eine einstimmige Empfehlung — und zwar aus den eigenen Reihen.
Lindner blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das zwar auch Rückschläge gebracht habe („Die Vertreibung vom Schlossplatz beim ,Erlanger Frühling‘ war so ein Moment“), aber auch von erkennbaren Fortschritten gekennzeichnet war. So sei mit der Einrichtung des „Tanzhauses“ in den Räumen der ehemaligen Tanzschule Thurek (im Haus der Freimaurerloge in der Universitätsstraße) eine historisch bedeutsame Institution erhalten geblieben und werde mit Gewinn für alle Vereine geführt. Aber auch der neue Treffpunkt Röthelheim sei eine Chance für die Kulturvereine, ein junges Publikum anzusprechen.
Während im alten Jahr noch die Pflege von Paten- und Partnerschaften – so mit Komotau und Eskilstuna – eine große Rolle gespielt habe, sei das Jahr 2012 das Jahr der „Wiederbelebung“. So auch mit Jena: Die Partnerschaft wird im Oktober 25 Jahre alt; der Stadtverband will sich anlässlich der Feiern stark einbringen.
Gepflegt werden sollen auch die vom früheren Vorsitzenden Herbert Hummich betreuten Schulpartnerschaften. Der Verband altert mit seinen Mitgliedern und freut sich deshalb über neue und junge Mitstreiter wie den Förderverein Erba-Villa und den Kunstverein. Auch mit den mittlerweile international ausgerichteten Sonnwend-Feiern (Motto 2012: Bella Italia!) will man Junge ansprechen.
Lindners Dank an Narrlangia-Präsident Helmut Bauer als Gastgeber des Fischessen im Kultursaal des Museumswinkels beantwortete dieser mit einem kleinen Rückblick auf die Faschingstradition Erlangens, die ihn in die Entstehungsgeschichte des Redoutensaals zu Beginn des 18. Jahrhunderts zurückführte. Und in die Zeit vieler Stadttore, die heute noch das Narrlangia-Wappen zieren.
