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Doppelte Herausforderung für die Erlanger

2. Handball-Bundesliga: Der HC Erlangen tritt am Sonntag bei SC DHfK Leipzig an — Auftakt nach der EM - 04.02.12

ERLANGEN  - In der eingleisigen 2.Handball-Bundesliga tritt der HC Erlangen am Sonntag beim Liga-Konkurrenten SC DHfK Leipzig an.

Zur Pause gezwungen: Abwehrorganisator Georg Münch (Nr. 6), der sich im Vorbereitungsspiel gegen Pilsen verletzt hat, wird bei den Erlangern schmerzlich vemisst.
Zur Pause gezwungen: Abwehrorganisator Georg Münch (Nr. 6), der sich im Vorbereitungsspiel gegen Pilsen verletzt hat, wird bei den Erlangern schmerzlich vemisst.
Foto: Harald Sippel
Zur Pause gezwungen: Abwehrorganisator Georg Münch (Nr. 6), der sich im Vorbereitungsspiel gegen Pilsen verletzt hat, wird bei den Erlangern schmerzlich vemisst.
Zur Pause gezwungen: Abwehrorganisator Georg Münch (Nr. 6), der sich im Vorbereitungsspiel gegen Pilsen verletzt hat, wird bei den Erlangern schmerzlich vemisst.
Foto: Harald Sippel

Die letzte Begegnung der Vorrunde nach der durch die Handball-Europameisterschaft bedingten fünfwöchigen Wettkampfpause ist der Auftakt der zweiten Saisonhälfte. Sie wird ohne Unterbrechung bis in den Juni hinein gespielt. Der Anpfiff für die Erlanger ist um 17 Uhr in der Ernst-Grube-Universitätssporthalle.

Für HC-Trainer Frank Bergemann ist die Begegnung gleich in doppelter Hinsicht eine echte Herausforderung. Da ist zum einen ein sehr starker Gegner, der auf dem Papier zwar der einzige Neuling der neu geschaffenen Spielklasse ist, im Kern aber die ehemalige Zweitligamannschaft von Concordia Delitzsch, die vorletzte Saison keine Lizenz mehr erhalten hatte.

Echter Prüfstein



Es gilt aber auch nach einer eindrucksvoll verlaufenen Vorrunde – momentan steht sein Team mit Tabellenrang vier auf einem Anschlussplatz zur Tabellenspitze — erneut einen guten Start für die kommenden Aufgaben zu liefern. „Leipzig ist ein echter Prüfstein und nur deshalb auf Rang sechs angesiedelt“, so meint der erfahrene Erlanger Coach weiter, „weil vor Jahresschluss einige verletzungsbedingte Ausfälle zu Punktverlusten für die Sachsen geführt haben“.

Die Schützlinge des Trainers Uwe Jungandreas — auch er kam von Delitzsch nach Leipzig herüber — stehen äußerst kompakt und haben dazu noch ein großes kämpferisches Potenzial. Der Spielerkader ist aber darüber hinaus auch geprägt vom individuellen Können. Die torgefährlichen Außen Rene Boese (auf der rechten Seite) und Ulrich Streitenberger (auf der linken Seite) sind sowohl im Gegenstoß wie auch bei Angriffen aus der Position heraus überaus erfolgreich.

Im Rückraum ist mit Philipp Seitle ein treffsicherer Spielgestalter zurückgekehrt, und im linken Rückraum greift nach längerer Verletzungspause mit Eric Jakob ein wurfgewaltiger Rückraumspieler wieder in das Spielgeschehen ein.

Für die „Bergemänner“ gilt es, mehrere Aufgaben anzugehen und zu lösen. Der schwerste Brocken ist zweifelsohne der Ausfall von Georg Münch, der bei einem Zusammenprall von mehreren Spielern in einem Vorbereitungsspiel in Pilsen einen Bänderriss in linken Armgelenk davongetragen hat. Da fällt nicht nur der Abwehrchef aus, da fehlt auch im Gegenstoß und am Kreis zudem eine der spielbestimmenden Persönlichkeiten.

Baldige Rückkehr

Bei Bastian Krämer kam die schlechte Nachricht eines Meniskusschadens gleich nach dem eindrucksvollen 32:20-Heimsieg gegen Bad Schwartau. Er wird aber voraussichtlich bald wieder zur Verfügung stehen.

Last but not least hat das Management ganze Arbeit geleistet und dem Verein nach dem Weggang von Marcus Hock durch die Verpflichtung von Junioren-Nationalspieler Nicolai Link aus Lemgo eine reizvolle Alternative geboten.

Trainer Frank Bergemann sieht sich und seine Mannschaft deshalb in der Pflicht, dieses Spiel mit Derbycharakter voll anzugehen. Nicht nur aus Dankbarkeit gegenüber den mehr als 100 Fans, die die sonntägliche Reise in kostenlosen Fanbussen auf sich nehmen, sondern gleichzeitig auch als beste Medizin für ihren Mannschaftskameraden Georg Münch. 



Von Robert Thaler

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Zum Thema
HC Erlangen
Gründungsdatum:
11.4.2002



Kurzbeschreibung:
Der HC Erlangen spielt seit dem Aufstieg 2004 wieder in der 2. Handball-Bundesliga;
hervorgegangen aus der Fusion von HG und CSG (2002); die HG war 19 Jahre zuvor aus TV 48 und TB 88 entstanden;