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Eckental: Kaum Staub aufgewirbelt

Bürgerversammlung in Brand: In der Gemeinde ist alles gut — außer vor der eigenen Haustür - 17.03.2017 15:00 Uhr

Als Gefahr für die Kinder werden die Baufahrzeuge im Asternweg in Brand gesehen. © Foto: Egbert M. Reinhold


Nehmen wir den Lavendelweg II, das Baugebiet mit insgesamt 28 Parzellen; die 16 gemeindlichen sind bereits verkauft, von den zwölf Bauplätzen in Privatbesitz sind fünf veräußert, einer selbst bebaut, die restlichen stehen nicht zur Verfügung, erläuterte Bürgermeisterin Ilse Dölle. "Wir sind bemüht, ein Grundstück anzupachten, um einen Spielplatz auf Zeit einzurichten", ergänzte sie. Das wurde von einem Anwohner des Asternwegs "sehr begrüßt". Denn durch den Asternweg donnerten die Lkw zu den Baustellen im Lavendelweg. Das stelle eine Gefahr für die Kinder dar, die derzeit auf der Straße spielten.

Auch die 30 Kinder, die im Lavendelweg wohnen, seien in Gefahr, wenn hier Baufahrzeuge durchfahren, ärgerte sich eine Anwohnerin des Lavendelwegs. Sie habe sich gewundert, dass ein Verkehrsschild, das wohl die Lkw über den Asternweg leiten sollte, plötzlich nicht mehr diesen Weg wies. Dölle erwiderte, ihr sei zu Ohren gekommen, dass ein Anwohner das Schild einfach gedreht habe. Sie wolle hier eine Konfrontation vermeiden. Die Kinder im Asternweg seien genauso wichtig wie die Kinder im Lavendelweg. Man wolle sehen, wie dieses Problem zu lösen sei.

Einen Vorschlag unterbreitete eine Frau aus dem Fliederweg. "Wir hatten damals die gleiche Situation. Unsere Kinder haben im Hof oder Garten gespielt und das Gartentor war geschlossen", jedenfalls solange die Bauarbeiten gedauert hätten. Und dann wurde heftig drauflos diskutiert in persönlichen Gesprächen.

Zuvor hatten die Bürgerinnen und Bürger den Ausführungen von Ilse Dölle gelauscht, die die wichtigsten Gemeindedaten anschaulich darstellte. 14 604 Einwohner hatte Eckental Ende 2016, davon lebten im größten Ort Eschenau 3797, im kleinsten Mausgesees 31. Schon heute sei die Zahl der 1- bis 18-Jährigen geringer als die der über 65-Jährigen. Das hat zur Folge, dass die Gemeinde aktive Familienpolitik betreiben müsse. Dies geschehe durch den Bau von Kindertagesstätten und attraktive Schulen sowie durch die Ausweisung von Bauplätzen, vor allem für junge Familien.

Man müsse angesichts der demographischen Entwicklung aber auch etwas für die älteren Menschen in der Gemeinde tun. Deshalb werde es ab Mitte des Jahres eine halbe Stelle in der Verwaltung geben, die sich mit Senioren befasst.

Besonders hob Dölle die 115 Vereine und Verbände in Eckental hervor. Die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen sorge erst dafür, dass die Gemeinde lebendig werde, lobte sie. 

DIETER KÖCHEL

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