Freitag, 16.11.2018

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Ein Blick in die Zukunft Bubenreuths

Pläne zur Entwicklung von Bubenreuth vorgestellt - 06.05.2018 17:06 Uhr

Auf große Resonanz stieß beim Tag der Städtebauförderung in Bubenreuth ein Rundgang durch die Geigenbauersiedlung, die vom Historiker Christian Hoyer geleitet wurde.Foto: Klaus-Dieter Schreiter © Klaus-Dieter Schreiter


Jährlich werden alle Kommunen zur Mitwirkung am Tag der Städtebauförderung eingeladen, die mit Mitteln der Städtebauförderung an der Gestaltung ihrer Städte und Gemeinden arbeiten. Auch Bubenreuth ist — wie berichtet — in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen worden und hat darum diesen Tag genutzt, um die Einwohner über die verschiedenen Vorhaben zu informieren. Das von der Gemeinde erworbene H 7 war Zentrum der Veranstaltungen. Dort gab es Ausstellungen zur Ortsentwicklung, zur städtebaulichen Planung und zur Energiewende. Der Verein Bubenreutheum beschäftigte sich mit dem Thema "Musik und Integration", und die Gemeindebücherei zeigte die Lieblingsbücher der Bubenreuther, die am meisten ausgeliehen worden waren.

Für den Bubenreuther Nachwuchs gab es ein Kreativ-Atelier. Unter dem Motto "So stelle ich mir mein Wunschhaus vor" konnten sie unter der Anleitung von Annegret Ferdinand-Raake ihre Wünsche malen. Das Basteln von einfachen Saiteninstrumenten wurde ebenfalls angeboten.

Der Verein Bubenreutheum hatte sogar einige historische Musikinstrumente ausgestellt und den ganzen Nachmitttag über das Museum im Keller des Rathauses geöffnet. Führungen durch das Anwesen H7 machten die Architektin Brigitte Sesselmann und ihr Kollege Roland Nörpel. Dabei wurde auch die Historie dieses alten Ensembles beleuchtet, das die Gemeinde gerne nutzen möchte. Bislang aber konnte sich der Gemeinderat noch nicht darüber einigen, wie es genutzt werden soll. Darum gibt es auch noch keine Förderzusage.

Flüchtlinge aufgenommen

Großen Anklang fand ein Rundgang durch die Geigenbauersiedlung, die vom Historiker Christian Hoyer geleitet wurde. Dabei konnten die Teilnehmer lernen, dass der Eichenplatz früher "Platz an der Bubenruthia-Eiche" hieß, und auch das Wappen der Gemeinde erläuterte Hoyer. Zudem erzählte er von der historischen, einstimmigen Entscheidung des Gemeinderates am 3. Oktober 1949, Flüchtlinge aus dem Sudetenland aufzunehmen. Kurz darauf wurde mit dem Bau der Geigenbauersiedlung begonnen.

Abends gab es noch eine Führung durch den alten Ortskern. Für Musik im Hof von H7 sorgte Wolfgang Bodenschatz, es wurde das extra für das 775-jährige Ortsjubiläum gebraute Bier ausgeschenkt, und für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt. Bürgermeister Norbert Stumpf zeigte sich hernach zufrieden mit der Resonanz dieser ersten derartigen Veranstaltung im Ort. Allerdings hätte der Zuspruch auch etwas höher sein können, zumal der Bubenreuther Tag der Städtebauförderung eine prima Gelegenheit war, sich über die Planungen der Gemeinde zu informieren.

KLAUS-DIETER SCHREITER 

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