Montag, 18.02.2019

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Ein ehemaliges Pfarrhaus als erster Firmensitz

Die Möhrendorfer imbus AG testet neu entwickelte Software — 210 Mitarbeiter und 15 Millionen Euro Umsatz - 31.08.2012

Tilo Linz vor dem Eingang des aus dem Jahr 1662 stammenden Möhrendorfer Pfarrhauses — des ersten Domizils von imbus, das heute noch genutzt wird. © Udo B. Greiner


Überzeugt von der Kompetenz der seit 20 Jahren am Markt tätigen Möhrendorfer, ausgewiesen durch inzwischen rund 4000 erfolgreiche Projekte, zeigen sich eine Reihe namhafter DAX-Konzerne wie Siemens, die Telekom oder die Lufthansa, ebenso der Erlanger Energieriese Areva, die Bundesagentur für Arbeit oder rund hundert Banken, Sparkassen und Versicherungen. All diese Kunden müssen darauf vertrauen können, dass es bei ihren Produkten, bei denen es wie in der Medizintechnik durchaus um Leben und Tod gehen kann, oder bei den sensiblen Datenbanken keine Pannen gibt.

Azubis und Kinderkrippe

Die Arbeit des inzwischen auf 210 Mitarbeiter angewachsenen imbus-Teams wird entsprechend honoriert: Nach 11,9 Millionen im Jahr 2010 und 14,1 Millionen 2011 wird für 2012 ein Umsatz von 15,5 Million Euro angepeilt – Wachstumsraten, die mit dem Aufbau neuer Arbeitsplätze verbunden sind. Für den Nachwuchs sorgt Imbus weitgehend selbst: 18 Auszubildende gehören zum Personal. Ebenso hat der 2002 erfolgte Aufbau einer firmeneigenen Kinderkrippe mit zehn Plätzen zur Attraktivität für Stellenbewerber beigetragen.

Sechs junge Leute, die allesamt in Erlangen studiert haben und in der Gegend ansässig sind, gründeten 1992 das Unternehmen und bezogen als ersten Standort die 80 Quadratmeter des aus dem Jahre 1662 stammenden und damals leer stehenden Pfarrhauses in Möhrendorf. Schon sieben Jahre später dokumentierte sich mit der Gründung einer Niederlassung in München mit heute 20 Mitarbeitern der durchschlagende Erfolg der Geschäftsidee. 2000 wurde ein Schulungszentrum („imbus Akademie“) eröffnet, das ein Weiterbildungs- und Coachingprogramm für Testpersonal anbietet und seither rund 6000 Teilnehmer in mehrtägigen Kursen ausgebildet hat.

Die Kompetenz von imbus personifiziert Tilo Linz als Vorsitzender des „German Testing Boards“ — ein unabhängiges, neutrales Gremium, das die fachliche Qualität des Certified-Tester-Prüfungswesens und die Erfüllung der dabei erstellten Standards überwacht. Neben Tilo Linz, der für Marketing und Vertrieb verantwortlich zeichnet, komplettieren Jörg Schulten (Personal, Infrastruktur und Qualitätsmanagement), Bernd Nossem (Finanzen und Controlling) sowie Thomas Roßner (Technologie) den Vorstand. Jörg Schulten wirkt ehrenamtlich im Vorstand des IHK-Gremiums Erlangen.

Kontinuierlicher Aufbau

2001 folgte die Gründung des Standorts Rhein-Main, wo heute in Hofheim 35 Leute beschäftigt sind. 2003 wurden 2,4 Millionen Euro in den Neubau eines Firmengebäudes mit 1600 qm Nutzfläche in Möhrendorf investiert. 2008 schließlich ließ man sich in Köln (zehn Mitarbeiter) und in Shanghai/China (15) nieder – alles Stationen eines kontinuierlichen Aufbaus.
  

UDO B. GREINER

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