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Ein Jurastudium in zwei Rechtssystemen

Zwölf Rennaiser Studierende zum Studiengang Deutsch-Französisches Recht an der Universität Erlangen - 12.05.2011 07:28 Uhr

Die jungen Franzosen mit Studien-Betreuer Martin Herzog, Prof. Max-Emanuel Geis, ihrem zuständigen Prof. Robert Freitag (von links) und Prof. Matthias Rohe (r.). „Akklimatisiert“ hat sie Sprachlehrerin Géraldine Citerne-Hahlweg. © Bernd Böhner


Begrüßt wurden die französischen Studierenden vom Prodekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und Sprecher des Fachbereichs Rechtswissenschaften, Prof. Max-Emanuel Geis. Der hatte den Studiengang bereits in Rennes besucht und war dort auf gute Rahmenbedingungen für das Studium gestoßen, solche, die anbieten zu können er sich auch für Erlangen erhoffe.

„Fast schon notwendig“

Sein Kollege Prof. Mathias Rohe sprach von den mittlerweile rund 50 Teilnehmern dieses außergewöhnlichen Studienganges von der „Fleisch gewordenen deutsch-französischen Hochschule“. Nationenübergreifende Studiengänge seien heute wahrscheinlich schon eine Notwendigkeit, wie Rohe überzeugt ist. Den Studienort Erlangen wollte er wärmstens empfehlen. Wie Rennes in der Bretagne sei Erlangen Frucht einer Zwangsehe mit einem Zentralstaat – das produziere ein fruchtbares Studienklima.

Der Rechtswissenschaftler und Maître en droit, Prof. Robert Freitag, stellte sich den Studierenden als neuer Betreuer vor und zeigte sich überzeugt, mit dem Studiengang beste Talente aus ganz Deutschland und Frankreich vereint zu sehen.

Der Studiengang bietet die Möglichkeit, an beiden Hochschulen Rechtswissenschaften zu studieren und in beiden Staaten gültige Abschlüsse beider Universitäten zu erwerben. Das Programm hatte zum Wintersemester 2007/2008 seine Tore geöffnet und im September 2009 die ersten Studierenden aus Erlangen für drei Semester nach Rennes wechseln lassen. Zum Sommersemester 2011 haben nun die ersten zwölf Studierenden aus Rennes in Erlangen an der FAU ihr Studium in Deutschland im Rahmen des neu eingerichteten Masterstudiengangs Deutsch-Französisches Recht aufgenommen.

Das Studium ist von der Deutsch-Französischen Hochschule akkreditiert, die Studenten erhalten für die Dauer des Auslandsstudium ein kleines Stipendium. Wegen seines binationalen Charakters, seiner Fokussierung auf Europäisches und Internationales Recht sowie seiner berufsorientierten Ausrichtung eröffnen die im Rahmen des Studienprogramms verliehenen Abschlüsse Zugang zum deutschen, französischen und europäischen Arbeitsmarkt. 

Peter Millian Lokalredaktion

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