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Der zugefrorene Kanal hat Fahrraddieben einen Strich durch die Rechnung gemacht: Sie wollten zwei entwendete Drahtesel am Büchenbacher Steg im Wasser versenken, aber die beiden Vehikel blieben demoliert auf der Eisdecke liegen. Weil sie dort dem bald vorbeikommenden Eisbrecher im Weg gewesen wären alarmierte die von aufmerksamen Passanten gerufene Polizei die Feuerwehr. Die rückte mit dem Wasserrettungswagen an, und ein „Taucher“ kroch vorsichtig und angeleint zu den genau in der Mitte liegenden Drahteseln, band sie an eine Leine und ließ sie an Land ziehen.
Dabei stellte sich heraus: Das Eis trägt momentan zwar noch ein bisschen, knirscht aber gefährlich und ist extrem brüchig. Auf keinen Fall dürfe man es betreten, weil dann akute Lebensgefahr bestehe, warnt darum die Feuerwehr.
Auch Wasser- und Schifffahrtsamt warnen dringend vor dem Betreten der Eisfläche. Selbst wenn die Schifffahrt eingestellt sei, müssten in unregelmäßigen Abständen Schleusungen durchgeführt werden, um die Anlagen gegen das Eis zu sichern. „Bei jeder Schleusung könne sich der Wasserspiegel um zehn bis 30 Zentimeter heben oder senken, so dass das Eis entweder aufbricht oder es bildet sich eine Luftschicht unter dem Eis, das dann beim Betreten schlagartig einbrechen kann“, heißt es. Für Spaziergänger sei das nicht erkennbar.
An Brücken sei das Eis häufig sogar noch dünner und darum noch gefährlicher als auf dem übrigen Kanal, weil von der Fahrbahn herabtropfende Streusalzlauge es schwächt.
